Rechnung ins Ausland schreiben

Kunde in der EU oder außerhalb? Dann ist bei der MwSt einiges anders. Hier verständlich: Reverse-Charge in der EU, Export ins Drittland und was auf so eine Rechnung gehört.

Stand: Juni 2026 · Allgemeine Info, keine Steuerberatung.

⚠️ Auslandsrechnungen sind steuerlich heikel. Dieser Text erklärt die Grundlagen — den konkreten Fall (v. a. ab regelmäßigen Auslandsumsätzen) mit der Steuerberatung klären.

1. Drei Fälle unterscheiden

EmpfängerMwSt-Regel (Grundfall B2B)
Inlandnormale MwSt wie gewohnt
Unternehmen in der EUReverse-Charge: ohne MwSt, Empfänger versteuert selbst
Drittland (außerhalb EU)i. d. R. ohne deutsche/österr. MwSt (Ausfuhr/Leistung im Ausland)

Wichtig: Bei Privatkunden (B2C) gelten teils andere Regeln (z. B. bei digitalen Leistungen die Besteuerung im Land des Kunden). Hier geht es um den häufigsten Fall: Geschäftskunden (B2B).

2. EU-Geschäftskunde: Reverse-Charge

Lieferst/leistest du an ein Unternehmen in einem anderen EU-Land, greift meist das Reverse-Charge-Verfahren: Du stellst ohne MwSt in Rechnung, der Kunde führt die Steuer in seinem Land ab. Damit das sauber ist, brauchst du:

✅ Tipp: Prüfe die USt-IdNr. deines Kunden vorab (in DE über das BZSt, EU-weit über das VIES-System der EU). Eine ungültige Nummer kann das Reverse-Charge kippen.

3. Drittland (z. B. Schweiz, USA, UK)

Bei Geschäftskunden außerhalb der EU fällt in der Regel keine deutsche/österreichische MwSt an (die Leistung gilt als im Ausland erbracht bzw. als Ausfuhr). Achte auf: korrekte Adresse, Nachweise (bei Warenausfuhr) und mögliche Steuerpflichten im Zielland. Für Schweizer Selbstständige gilt das spiegelbildlich für Lieferungen in die EU.

4. Was immer drauf muss

Zusätzlich zu den normalen Pflichtangaben:

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Häufige Fragen

Stelle ich Auslandsrechnungen mit oder ohne MwSt?

An EU-Geschäftskunden meist ohne MwSt (Reverse-Charge) mit beiden USt-IdNr. und Hinweis. Ins Drittland in der Regel ebenfalls ohne inländische MwSt. Privatkunden sind ein Sonderfall.

Was bedeutet Reverse-Charge?

Die Steuerschuld geht auf den Leistungsempfänger über: Du fakturierst netto, der Kunde versteuert die Leistung in seinem Land selbst. Ein klarer Hinweis gehört auf die Rechnung.

Brauche ich eine USt-IdNr.?

Für EU-B2B-Geschäfte ja — deine eigene und die des Kunden. Beide gehören auf die Rechnung; prüfe die des Kunden vorab (VIES).

Gilt das auch für die Schweiz?

Die Schweiz ist EU-Drittland. Schweizer Selbstständige stellen EU-Kunden meist ohne Schweizer MwSt; umgekehrt ist die Schweiz für EU-Anbieter ein Drittland. Details mit der Treuhand/Steuerberatung klären.

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