Brauche ich überhaupt ein Kassenbuch?
Faustregel: Ein Kassenbuch ist v. a. dann nötig, wenn du Bargeschäfte hast (z. B. Laden, Markt, Gastro). Wer praktisch alles über das Bankkonto abwickelt und keine Bilanzierungspflicht hat (Einnahmen-Überschuss-Rechner), braucht oft kein formelles Kassenbuch — aber eine saubere Aufzeichnung der Bareinnahmen/-ausgaben trotzdem.
Was in jede Zeile gehört
| Datum | Beleg-Nr. | Vorgang | Einnahme | Ausgabe | Bestand |
|---|---|---|---|---|---|
| 03.06. | 1 | Tageslosung | 120,00 | — | 120,00 |
| 03.06. | 2 | Einkauf Material | — | 45,00 | 75,00 |
Wichtig: fortlaufend, lückenlos, mit Beleg zu jeder Buchung — und der Kassenbestand darf nie negativ werden (man kann nicht mehr ausgeben, als in der Kasse ist).
Häufige Fehler
- Negativer Kassenbestand — unmöglich, fällt sofort auf.
- Lücken in der Nummerierung oder fehlende Belege.
- Privatentnahmen nicht eingetragen (gehören als Entnahme rein).
- Erst Wochen später „aus dem Kopf" nachtragen — täglich/zeitnah ist Pflicht.
Häufige Fragen
Wer muss ein Kassenbuch führen?
Vor allem Betriebe mit Bargeschäften. Wer fast alles über die Bank abwickelt und EÜR macht, braucht oft kein formelles Kassenbuch, sollte Bareinnahmen aber trotzdem sauber aufzeichnen. Im Zweifel Steuerberatung fragen.
Reicht ein Kassenbuch in Excel?
Für einfache Fälle oft ja — wichtig ist, dass nachträgliche Änderungen erkennbar bleiben (bei strengen Kassenpflichten kann eine manipulationssichere Lösung nötig sein).
Was ist die Tageslosung?
Die Summe der Bareinnahmen eines Tages. Sie wird als Einnahme ins Kassenbuch eingetragen.
Wie lange aufbewahren?
Je nach Land mehrere Jahre (in DE/AT oft bis zu 10 Jahre). Genaue Frist bei der Steuerberatung erfragen.
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