Stundensatz als Freelancer berechnen

Der häufigste Fehler von Einsteigern: zu billig anbieten. Hier bekommst du die einfache Formel, ein durchgerechnetes Beispiel — und einen kostenlosen Rechner.

Stand: Juni 2026 · Vereinfachte Rechnung vor Steuern.

Die Formel

Stundensatz = (Wunsch-Gewinn pro Jahr + Betriebskosten pro Jahr) ÷ wirklich abrechenbare Stunden pro Jahr

Der Knackpunkt sind die abrechenbaren Stunden: Nicht jede Arbeitsstunde kannst du in Rechnung stellen. Akquise, Angebote, Buchhaltung, Weiterbildung, Pausen, Urlaub und Krankheit fressen einen großen Teil.

Schritt für Schritt (Beispiel)

  1. Wunsch-Gewinn/Jahr: 60.000
  2. Betriebskosten/Jahr: 12.000 (Software, Büro, Versicherungen, Geräte …)
  3. Arbeitstage: 365 − ~104 Wochenenden − ~35 Tage Urlaub/krank ≈ 226 Tage
  4. Abrechenbare Stunden/Tag: realistisch ~5 (nicht 8!) → 226 × 5 ≈ 1.130 Stunden
  5. Rechnung: (60.000 + 12.000) ÷ 1.130 ≈ ~64 pro Stunde (vor Steuern)
⚠️ Wer hier 40 verlangt, arbeitet faktisch unter Wert — und merkt es oft erst, wenn am Jahresende nichts übrig bleibt.

Was in die „Betriebskosten" gehört

Typische Fehler

Direkt ausrechnen: Stundensatz-Rechner — oder im Business-Cockpit mit Zeiterfassung & Rechnung kombinieren. Cockpit gratis öffnen →

Häufige Fragen

Wie viele Stunden sind realistisch abrechenbar?

Oft nur etwa 50–65 % deiner Arbeitszeit — der Rest geht für Akquise, Verwaltung und Weiterbildung drauf. Rechne lieber mit ~5 statt 8 Stunden pro Tag.

Ist der Stundensatz vor oder nach Steuern?

Die Formel ergibt einen Satz vor Steuern. Plane zusätzlich eine Steuer-Rücklage (grob 25–30 % der Einnahmen) ein.

Soll ich pro Stunde oder pauschal anbieten?

Beides geht. Wichtig ist, dass die Pauschale am Ende deinen kalkulierten Stundensatz trägt — also vorher den realistischen Aufwand schätzen.

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