Die Formel
Der Knackpunkt sind die abrechenbaren Stunden: Nicht jede Arbeitsstunde kannst du in Rechnung stellen. Akquise, Angebote, Buchhaltung, Weiterbildung, Pausen, Urlaub und Krankheit fressen einen großen Teil.
Schritt für Schritt (Beispiel)
- Wunsch-Gewinn/Jahr: 60.000
- Betriebskosten/Jahr: 12.000 (Software, Büro, Versicherungen, Geräte …)
- Arbeitstage: 365 − ~104 Wochenenden − ~35 Tage Urlaub/krank ≈ 226 Tage
- Abrechenbare Stunden/Tag: realistisch ~5 (nicht 8!) → 226 × 5 ≈ 1.130 Stunden
- Rechnung: (60.000 + 12.000) ÷ 1.130 ≈ ~64 pro Stunde (vor Steuern)
Was in die „Betriebskosten" gehört
- Software-Abos, Hardware, Büro/Co-Working, Telefon & Internet
- Versicherungen, Steuerberatung, Bankgebühren
- Weiterbildung, Fachliteratur, Marketing/Website
- Rücklagen für Ausfälle & spätere Investitionen
Typische Fehler
- Mit 8 abrechenbaren Stunden/Tag rechnen (unrealistisch).
- Steuern „vergessen" — der Stundensatz ist vor Steuern; leg eine Rücklage an.
- Sich am Angestellten-Stundenlohn orientieren (Selbstständige tragen mehr Kosten & Risiko).
Häufige Fragen
Wie viele Stunden sind realistisch abrechenbar?
Oft nur etwa 50–65 % deiner Arbeitszeit — der Rest geht für Akquise, Verwaltung und Weiterbildung drauf. Rechne lieber mit ~5 statt 8 Stunden pro Tag.
Ist der Stundensatz vor oder nach Steuern?
Die Formel ergibt einen Satz vor Steuern. Plane zusätzlich eine Steuer-Rücklage (grob 25–30 % der Einnahmen) ein.
Soll ich pro Stunde oder pauschal anbieten?
Beides geht. Wichtig ist, dass die Pauschale am Ende deinen kalkulierten Stundensatz trägt — also vorher den realistischen Aufwand schätzen.
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