Skonto einfach erklärt

Skonto ist ein kleiner Rabatt fürs schnelle Bezahlen. Klingt simpel, sorgt aber oft für Stirnrunzeln: Wie rechnet man das, lohnt es sich überhaupt und wie schreibt man es korrekt auf die Rechnung? Hier in Ruhe erklärt — mit Beispiel und Gratis-Rechner.

Stand: Juni 2026 · Allgemeine Info, keine Steuerberatung.

Was ist Skonto?

Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung. Du gewährst deinem Kunden zum Beispiel 2 % Abzug, wenn er die Rechnung innerhalb von 10 Tagen begleicht — statt erst nach der vollen Frist von 30 Tagen. Der Kunde spart ein bisschen, du bekommst dein Geld früher. Beide Seiten haben etwas davon.

Wichtig: Skonto ist freiwillig. Es gilt nur, wenn du es ausdrücklich anbietest. Ohne entsprechenden Hinweis auf der Rechnung gibt es kein Skonto.

Beispiel: So wird gerechnet

PositionBetrag
Rechnungsbetrag (brutto)1.000,00
Skonto 2 %−20,00
Zu zahlen bei schneller Zahlung980,00

Bei einer Rechnung über 1.000 € und 2 % Skonto zieht der Kunde also 20 € ab und überweist 980 €, sofern er innerhalb der Skontofrist zahlt. Üblich sind Skontosätze zwischen 1 % und 3 %.

Lohnt sich Skonto?

Für den Zahler ist Skonto fast immer attraktiv: 2 % auf wenige Tage gerechnet entsprechen einem sehr hohen Jahreszins — günstiger als jeder Kredit. Deshalb nutzen viele Firmen Skonto konsequent.

Für dich als Rechnungssteller ist es eine Abwägung: Du verzichtest auf einen kleinen Teil des Umsatzes, bekommst dafür aber schneller Geld und senkst das Risiko von Zahlungsausfällen. Wer chronisch auf sein Geld wartet, für den kann sich Skonto klar lohnen. Wer ohnehin pünktlich bezahlt wird, verschenkt damit eher Marge.

⚠️ Skonto reduziert deinen Umsatz und kann die Umsatzsteuer-Bemessungsgrundlage verändern. Wie das konkret zu buchen ist, hängt vom Einzelfall ab — im Zweifel die Steuerberatung fragen.

Skonto auf der Rechnung formulieren

Eine klare, übliche Formulierung im Zahlungshinweis lautet:

„Zahlbar innerhalb von 30 Tagen netto. Bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen gewähren wir 2 % Skonto."

Wichtig ist, dass Skontosatz und Skontofrist eindeutig genannt sind. So weiß der Kunde genau, bis wann er wie viel abziehen darf.

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Häufige Fragen

Was bedeutet „2 % Skonto bei 10 Tagen"?

Der Kunde darf 2 % vom Rechnungsbetrag abziehen, wenn er innerhalb von 10 Tagen zahlt. Zahlt er später, gilt der volle Betrag innerhalb der normalen Frist.

Muss ich Skonto anbieten?

Nein. Skonto ist freiwillig und gilt nur, wenn du es ausdrücklich auf der Rechnung anbietest. Ohne Hinweis gibt es keinen Skontoabzug.

Wird Skonto vom Brutto- oder Nettobetrag berechnet?

Üblicherweise vom Gesamtbetrag der Rechnung. Da Skonto die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer beeinflussen kann, die genaue Verbuchung im Zweifel mit der Steuerberatung klären.

Was ist ein üblicher Skontosatz?

In der Praxis liegen Skontosätze meist zwischen 1 % und 3 %, bei Skontofristen von 7 bis 14 Tagen. Die genaue Höhe legst du selbst fest.

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