Brutto-Netto online berechnen — AHV/IV/EO, BVG, ALV und Quellensteuer-Näherung (2025)
Brutto-Netto Rechner
Bruttolohn—
AHV/IV/EO (8.7%)—
ALV (1.1%, bis CHF 148'200 Lohn)—
NBUV / Unfallversicherung (ca. 0.5%)—
BVG Arbeitnehmer-Anteil (ca. 8–14%)—
Quellensteuer (Näherung)—
Nettolohn (Näherung)—
⚠️ Diese Berechnung ist eine Näherung und ersetzt keine offizielle Lohnabrechnung. BVG-Satz variiert je nach Pensionskasse und Lohnklasse. Quellensteuer-Näherung basiert auf kantonalen Durchschnittssätzen 2025 — für die genaue QST wende dich an die kantonale Steuerverwaltung.
Was wird vom Lohn abgezogen?
In der Schweiz unterscheidet man zwischen Pflichtabzügen (gesetzlich vorgeschrieben) und freiwilligen Abzügen. Pflicht: AHV/IV/EO (8.7 % Arbeitnehmeranteil ab 2025), ALV (1.1 % auf erstem Lohnanteil bis CHF 148'200/Jahr), NBUV (Nichtberufsunfallversicherung, ca. 0.5–1 %, bei Vollzeit trägt Arbeitgeber BUUV). BVG (Pensionskasse): Arbeitnehmer zahlt i.d.R. den halben Beitrag — je nach Lohnklasse ca. 7–18 %.
Einkommenssteuer: Anders als in Deutschland wird sie in der Schweiz nicht direkt vom Lohn einbehalten, ausser bei Quellensteuer-Pflicht (Ausländer ohne Niederlassungsbewilligung C). Alle übrigen zahlen ihre Steuern selbst per Steuererklärung. Das macht den Vergleich zwischen Brutto und Netto in der Schweiz schwieriger.
Abzug
Satz (AN-Anteil)
Grundlage
Bemerkung
AHV/IV/EO
8.7 % (ab 2025)
Gesamtlohn
Arbeitgeber zahlt nochmals 8.7 %
ALV
1.1 %
Lohn bis CHF 148'200/Jahr
Zusatzbeitrag 0.5 % auf Teil über 148'200
BVG (Pensionskasse)
ca. 8–14 %
Koordinierter Lohn
Variiert stark je nach Pensionskasse
NBUV (Nichtberufsunfall)
ca. 0.5–1.5 %
Lohn bis CHF 316'800/Jahr
Nur bei ≥ 8h/Woche Arbeit beim gleichen AG
Krankentaggeld (KTG)
ca. 0.3–0.8 %
Gesamtlohn
Je nach Arbeitgeber-Modell
Quellensteuer
Variiert stark
Bruttolohn
Nur für QST-Pflichtige, kantonale Tarife
Häufige Fragen zum Nettolohn in der Schweiz
Warum ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto in der Schweiz kleiner als in Deutschland?
In der Schweiz gibt es keine direkte Lohnsteuer-Quellenabzugspflicht für Schweizer Bürger und Niedergelassene (Ausweis C). Die Einkommenssteuer wird per jährlicher Steuererklärung abgerechnet. Das bedeutet: Der monatliche Nettolohn ist netto höher als man denkt — aber man muss selbst Steuergelder zurücklegen. Als Faustregel: Für Zürich ca. 20–30 % Einkommenssteuer auf das steuerbare Einkommen einplanen. Quellensteuer-Pflichtige (Ausländer ohne C-Ausweis) zahlen direkt vom Lohn.
Was ist der Unterschied zwischen AHV-Pflicht und BVG-Pflicht?
AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) ist für alle Erwerbstätigen ab dem ersten Franken Lohn Pflicht — keine Einkommensschwelle, kein Mindestalter. BVG (Berufliche Vorsorge, 2. Säule) ist erst ab einem Jahreslohn von CHF 22'050 (2025) und ab Alter 17 obligatorisch. Teilzeitbeschäftigte unter dieser Schwelle sind nicht BVG-versichert. Obergrenze: BVG gilt bis CHF 90'720 koordinierter Lohn/Jahr — höhere Anteile werden nur mit überobligatorischen Modellen versichert.
Wie berechnet sich die Quellensteuer in der Schweiz?
Quellensteuer gilt nur für Personen ohne Niederlassungsbewilligung C (meist B-Ausweis-Inhaber oder Kurzaufenthalter). Der Satz variiert je nach Kanton, Bruttolohn, Zivilstand und Anzahl Kinder. Beispiel Zürich, ledig, CHF 6'000 Brutto/Monat: ca. 12–16 % Quellensteuer. Verheiratet mit 2 Kindern: deutlich weniger. Wer mehr als CHF 120'000/Jahr verdient, muss trotz Quellensteuer eine ordentliche Steuererklärung einreichen (nachträgliche ordentliche Veranlagung, NOV).
Kann ich meinen Nettolohn erhöhen?
Ja — durch legale Steueroptimierung: Freiwillige BVG-Einkäufe (3. Säule a, max. CHF 7'258/Jahr für Angestellte, CHF 36'288 für Selbständige) sind vollständig steuerbar abzugsfähig. Berufsauslagen (Fahrkosten, auswärtige Verpflegung, Weiterbildung) reduzieren das steuerbare Einkommen. Hypothekarschulden bei Wohneigentum sind abziehbar. Für Quellensteuer-Pflichtige kann eine Korrektur der Tarife bei der kantonalen Steuerverwaltung beantragt werden.