🎸 Gitarre kaufen Schweiz 2026 — Akustik, E-Gitarre & Klassik im Überblick

Akustik-Western, Klassikgitarre, E-Gitarre oder Bass: Klare Orientierung nach Musikstil, Alter und Budget — mit Preisübersicht in CHF und Schweizer Besonderheiten.

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Schnelle Orientierung: Willst du Songs um ein Lagerfeuer spielen oder eigene Lieder schreiben? → Akustik-Western. Bist du Kind oder bevorzugst sanfte Saiten für Klassik und Flamenco? → Klassikgitarre. Dein Herz schlägt für Rock, Blues oder Metal? → E-Gitarre. Du willst in einer Band die rhythmische Grundlage legen? → Bass. Noch unentschlossen: Eine Akustik-Western zwischen CHF 160 und 280 ist die vielseitigste Wahl und lässt sich gut weiterverkaufen, falls du die Richtung wechselst.

Gitarren-Typen auf einen Blick

Sechs Spielarten der Gitarre — jede mit eigenem Klangcharakter, eigenen Anforderungen und eigenem Preisgefüge. Die folgende Tabelle hilft dir, schnell auf den richtigen Typ zu zeigen.

Typ Typischer Stil Empfohlenes Alter Zubehör nötig Einstieg CHF
Akustik-Western Folk, Pop, Country, Singer/Songwriter ab 12 (4/4), ab 8 (3/4) Stimmgerät, Picks, Tasche 130–280
Klassikgitarre Klassik, Flamenco, lat. Musik, Schulmusik ab 6 (1/2), ab 8 (3/4), ab 12 (4/4) Stimmgerät, Fussstütze, Tasche 100–250
E-Gitarre Rock, Blues, Metal, Jazz, Pop ab 10 (kurze Mensur), ab 12 (Std.) Verstärker, Kabel, Picks, Stimmgerät 180–350 (ohne Amp)
E-Akustik Singer/Songwriter live, Bühne, Café-Gig ab 14 PA/Akustik-Amp oder DI, Kabel 280–600
Bassgitarre Rock, Funk, Jazz, Pop — Bandkontext ab 12 Bass-Verstärker, Kabel 180–350 (ohne Amp)
12-Saiter Folk-Rock, Indie, Folk-Pop ab 16 (Handstärke nötig) Stimmgerät, Picks, Tasche 280–600

Akustik-Western-Gitarre im Detail

Die Akustik-Western-Gitarre ist in der Schweiz das meistgekaufte Gitarrenmodell — und das aus gutem Grund. Stahlsaiten erzeugen einen klaren, präsenten Klang, der sich für Akkordbegleitung, Fingerpicking und Strumming gleichermassen eignet. Kein Verstärker, keine Kabel: einfach aufnehmen und spielen.

Body-Formen und ihr Klang

Die Form des Resonanzkörpers beeinflusst Lautstärke, Bassanteil und Bequemlichkeit spürbar:

Tonabnehmer und Elektroakustik

Wer live auftreten will, braucht entweder ein Mikrofon vor der Gitarre oder einen eingebauten Tonabnehmer (Pickup). Elektroakustische Gitarren («E-Akustik») kombinieren Hohlkörper mit einem Undersaddle- oder Soundhole-Pickup und einem Vorverstärker mit Batterie. Typische Systeme: Fishman Sonitone, LR Baggs Stage Pro. Preis-Aufpreis: CHF 80–200 gegenüber dem reinen Akustikmodell.

Schweizer Kauftipp: Musik Hug (Zürich/Basel), Musik Wyler (Bern) und ähnliche Fachgeschäfte stellen Gitarren vor dem Verkauf ein (Setup). Ein professionelles Setup ab Werk vermeidet die häufigste Frust-Quelle: zu hohe Saitenlage.

Klassikgitarre im Detail

Die Klassikgitarre hat einen flacheren, breiteren Hals und Nylonsaiten — das erzeugt einen wärmeren, runderen Klang und schont die Fingerkuppen erheblich. Deshalb ist sie an Schweizer Musikschulen das Standardinstrument für Kinder ab 6 Jahren.

Nylonsaiten vs. Stahlsaiten

Nylonsaiten sind weicher und erfordern weniger Griffkraft — ideal für kleine Hände und empfindliche Kuppen. Allerdings nehmen sie Stimmung anders an (sie dehnen sich bei Wärme etwas aus) und müssen nach dem Aufziehen mehrere Tage eingespielt werden. Stahlsaiten klingen heller und lauter, verlangen aber anfangs mehr Ausdauer an den Fingerkuppen.

Mensur und Grössen — die richtige Wahl für Kinder

Grösse Mensur (ca.) Empfohlenes Alter Typischer CHF-Bereich
1/252–54 cm5–7 Jahre80–160
3/457–60 cm8–11 Jahre100–220
4/4 (Standard)65 cmab 12 Jahre / Erwachsene130–350+

Entscheidend ist nicht allein das Alter, sondern die Handspanne. Das Kind sollte den Hals bequem umgreifen können, ohne den Arm zu überstrecken. Bei Unsicherheit empfehlen Schweizer Musikschullehrer meist, eher kleiner zu wählen: eine zu kleine Gitarre frustriert weniger als eine zu grosse.

Körperhaltung und klassischer Unterricht

Klassisches Gitarrenspiel erfordert eine spezifische Sitzhaltung mit Fussstütze (oder Gitarrenstütze auf dem Oberschenkel), aufrechtem Rücken und präziser Handposition. Diese Technik lässt sich kaum aus YouTube-Videos erlernen — professioneller Unterricht von Anfang an zahlt sich aus, um schlechte Angewohnheiten zu vermeiden, die sich schwer korrigieren lassen.

Für Flamenco: Flamencogitarren sehen einer Klassikgitarre ähnlich, haben aber einen flacheren Korpus, niedrigere Saitenlage und schlagfestere Kunststoffplatten (Golpeadores) für rhythmische Schlagtechnik. Preis ab CHF 300 für ordentliche Qualität.

E-Gitarre im Detail

Die E-Gitarre klingt erst im Zusammenspiel mit einem Verstärker oder einer Amp-Simulations-App vollständig. Unverstärkt ist sie leise — für Wohnungen praktisch, für Bandproben aber ungeeignet. Wer Rock, Blues, Metal oder modernere Pop-Sounds spielen möchte, ist auf der E-Gitarre richtig. Mehr Modellvergleiche und Verstärker-Empfehlungen findest du auf der Seite E-Gitarre kaufen Schweiz.

Solidbody, Semi-Hollow und Hollow-Body

Single-Coil vs. Humbucker

Der Tonabnehmer (Pickup) prägt den Grundklang massgeblich:

Verstärker: Was brauche ich wirklich?

Für das Üben zu Hause reicht ein Transistor-Combo mit 10–20 Watt (CHF 60–150). Für Bandproben braucht man mindestens 30–40 Watt (Transistor) oder 15–20 Watt (Röhre, die klingen bei Zimmerlautstärke nicht optimal). Alternativ: Amp-Simulator-Plug-in (z. B. Neural DSP, Positive Grid Spark) direkt am Computer — ideal für Schweizer Mietwohnungen mit dünnen Wänden.

Hals & Skalenlänge — was bedeutet das für dein Spielgefühl?

Die Mensur (Skalenlänge) ist der Abstand zwischen Sattel und Steg — sie bestimmt die Saitenspannung und damit das Gefühl beim Greifen.

Mensur Beispiel-Modell Eigenschaft Eignung
628 mm (Standard)Fender Strat, Dreadnought-AkustikHohe Spannung, klarer KlangErwachsene, grosse Hände
648 mm (Gibson)Gibson Les PaulEtwas kürzer als Fender, wärmerStandard E-Gitarre
580–610 mm (kurz)Squier Mini, Kinder-Akustik 3/4Niedrige Spannung, leichtes GreifenKinder, kleine Hände
650 mm (Klassik)Klassikgitarre 4/4Standardmensur KlassikErwachsene Klassikgitarristen

Sattelbreite und Halsbreite

Die Sattelbreite (Nut Width) beeinflusst den Abstand zwischen den Saiten am Kopfende. Klassikgitarren haben typisch 52 mm — viel Platz für Fingerstyle. Akustik-Western haben 43–44 mm, E-Gitarren 41–43 mm. Wer dicke Finger hat oder viel Fingerpicking spielt, profitiert von 44–45 mm. Die Saitenlage (Abstand Saite zur Bundstäbchen-Oberkante) sollte beim 12. Bund nicht höher als 2,5 mm (Bass-E) und 2,0 mm (Diskant-E) sein — alles darüber macht das Spielen unnötig anstrengend.

Holzarten & Klang — was steckt im Instrument?

Das verwendete Holz prägt den Klang, die Haltbarkeit und den Preis einer Gitarre. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Decke (Top), Zargen (Sides) und Boden (Back).

Decke — das wichtigste Holz

Zargen und Boden

Schweizer Lärche und einheimische Hölzer

Einige Schweizer Gitarrenbauer (Luthiers) verwenden einheimische Hölzer wie Schweizer Fichte (Picea abies) aus dem Engadin oder der Zentralschweiz — mit jahrhundertelanger Tradition als Resonanzkörperholz (Stradivari-Bezug). Diese Instrumente sind handgemacht und kosten entsprechend ab CHF 2 000, bieten aber besondere Klangqualität und Herkunftsgeschichte.

Saiten — Stärken, Wechsel und Marken

Saiten sind das günstigste Zubehör mit dem grössten Einfluss auf Klang und Spielgefühl. Trotzdem werden sie oft zu selten gewechselt.

Stahlsaiten-Stärken (Gauge) für Akustik und E-Gitarre

BezeichnungGauge (Diskant-E)CharakterEmpfehlung
Extra Light.010Sehr leicht spielbar, weniger KlangvolumenAnfänger, kurze Mensur
Custom Light.011Ausgewogen, gut für AkustikVielseitig, Einsteiger bis Fortgeschrittene
Light.012Voller Klang, mehr SpannungStandard für Akustik, Strumming
Medium.013–.014Sehr laut, hohe SpannungErfahrene Spieler, Dreadnought

Für E-Gitarren sind .009–.042 («Nines») oder .010–.046 («Tens») die gängigsten Grössen. Dünnere Saiten erleichtern Bendings (Saitenziehen), dickere klingen füller und bleiben besser in Stimmung.

Nylonsaiten für Klassikgitarren

Nylonsaiten unterscheiden sich in der Spannung: Normal Tension (am häufigsten), High Tension (voller, aber schwerer zu greifen), Low Tension (für Kinder gut geeignet). Bekannte Marken: Augustine (Standard-Wahl an vielen Musikschulen), Hannabach, D'Addario Pro-Arté, Savarez.

Wann Saiten wechseln?

Akustik-Gitarre bei regelmässigem Spielen (3–4× pro Woche): alle 3–4 Monate. E-Gitarre: alle 4–8 Wochen bei intensivem Spielen. Zeichen für veraltete Saiten: dumpfer Klang, schwierige Intonation (Ton klingt am 12. Bund nicht wie das Flageolett), sichtliche Verfärbung und Kerben in den Saiten. Aufziehkosten CHF 8–18 (selbst), oder CHF 20–40 im Fachhandel inklusive Aufziehen und Stimmen.

Pflege & Klimatisierung — Gitarren im Schweizer Raumklima

Das Schweizer Klima stellt Gitarren vor eine besondere Herausforderung: Im Winter sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen oft auf 20–35 %, im Sommer kann sie auf 70–80 % steigen. Beide Extreme können Schäden verursachen.

Warum Holz und Feuchtigkeit zusammenhängen

Gitarrenholz ist ein natürliches Material, das Feuchtigkeit aufnimmt und abgibt. Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit (unter 40 %) schrumpft das Holz: Die Decke senkt sich ab, Bünde überragen die Griffbrettkanten («Bundüberstand»), und in extremen Fällen entstehen Risse in Decke oder Boden. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit (über 60 %) quillt das Holz auf, was den Klang dumpfer macht und die Saitenlage erhöht.

So schützt du deine Gitarre

Winterwarnung CH: In der Heizsaison Oktober–März ist trockene Raumluft die häufigste Ursache für Gitarrenschäden in der Schweiz. Ein Gitarrenbefeuchter kostet CHF 15–30 und schützt ein Instrument im Wert von CHF 500–3 000+ zuverlässig.

Musikunterricht in der Schweiz — Schulen, Subventionen und Online-Plattformen

Die Schweiz hat ein dichtes Netz an Musikschulen — oft öffentlich mitfinanziert. Je nach Kanton und Gemeinde profitieren Kinder und Jugendliche von stark subventionierten Tarifen.

Kantonale und kommunale Musikschulen

In Kantonen wie Zürich, Bern, Basel-Stadt, Aargau, Luzern und der Waadt sind Musikschulen Teil des Bildungsangebots. Unter dem Dachverband VMS (Verband Musikschulen Schweiz) sind rund 400 Musikschulen mit über 200 000 Lernenden zusammengefasst. Gitarrenunterricht für Kinder kostet an subventionierten Schulen häufig CHF 20–50 pro Lektion (45 min), je nach Kanton und Familieneinkommen.

Förderung und Kulturgutscheine

Einige Kantone und Gemeinden bieten Kulturgutscheine oder Musikbeiträge für Kinder aus einkommensschwachen Haushalten an. Zürich, Basel-Stadt und einige Aargauer Gemeinden haben solche Angebote. Informationen: direkt beim kantonalen Kulturamt oder beim Schulamt der Wohngemeinde anfragen.

Konservatorien und Hochschulen für Profis

Wer Gitarre auf höchstem Niveau studieren möchte, findet folgende Institutionen in der Schweiz:

Aufnahmeprüfungen verlangen in der Regel ein Pflichtprogramm (Tonleitern, Etüden nach Segovia oder Villa-Lobos), ein freies Repertoire über mehrere Stilepochem und teils einen Allgemeinen Musikalitätstest. Voranmeldung 6–12 Monate vor dem Prüfungstermin.

Privatlehrende und Online-Plattformen

Privatlehrende findest du über Superprof.ch, Agentur «music 123» oder Anschlagtafeln in Musikgeschäften. Preis: CHF 60–120 pro Stunde, abhängig von Qualifikation und Region. Online-Plattformen:

Gitarren-Marken — Überblick und Stärken

Der Markenmarkt ist breit — von Massenware aus Fernostproduktion bis zu handgefertigten Instrumenten aus Nordamerika. Hier ein sachlicher Überblick der gängigsten Namen.

Akustik-Western und Klassik

E-Gitarren

Preissegmente in CHF — was bekomme ich wofür?

Der Preis einer Gitarre hängt von Holzqualität, Fertigung, Herkunft und Marke ab. Diese Segmente orientieren dich:

Segment CHF-Bereich Merkmale Für wen?
Einstieg CHF 100–250 100–250 Sperrholzdecke oder Laminat, meist Fernostfertigung, Setup oft nötig Erste Gitarre, Kinder, Hobby-Tester, Geschenke
Fortgeschritten CHF 250–700 250–700 Teilmassiv (Massivholzdecke + Laminat Zargen/Boden), bessere Hardware, Werkssetup verbessert Regelmässige Spieler, erster echter Qualitätssprung
Semi-Profi CHF 700–1 500 700–1 500 Vollmassiv (Decke, Zargen, Boden aus Massivholz), präziseres Setup, besserer Klang und Sustain Erfahrene Spieler, Bühnenauftritte, Studio
Professionell CHF 1 500–3 000 1 500–3 000 Top-Holzqualität, hochwertige Bundeinstimmung, US-/EU-Fertigung, stabile Stimmung, exzellenter Klang Profis, semiprofessionelle Auftritte, Sammler
Luthier / Custom ab CHF 3 000 ab 3 000 Handgefertigt, individuelle Holzauswahl, Sonderformen, Schweizer Fichte möglich Sammler, Profis mit spezifischen Anforderungen

Gebrauchte Gitarren — oft der bessere Deal

Im Einstiegs- und Mittelklasse-Segment bieten gebrauchte Gitarren oft deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als neue No-Name-Instrumente. Eine gut erhaltene Yamaha FG800 aus zweiter Hand für CHF 180 spielt sich besser als eine neue Discountgitarre für CHF 120. Beim Gebrauchtkauf prüfen:

5 Gitarren im Vergleich — nach Typ und Budget

Modell Typ Korpus Saiten Mensur Tonabnehmer CHF-Preis Wertung
Yamaha F310 Akustik-Western Dreadnought, Fichtentop/Meranti Stahl 634 mm Nein ~185 Einsteiger ★★★★
Yamaha C40 Klassikgitarre 4/4 Fichtendecke, Meranti Zargen Nylon 650 mm Nein ~110 Einsteiger ★★★★
Fender CD-60S Akustik-Western Dreadnought, Massiv-Fichtendecke Stahl 648 mm Nein ~260 Mittelklasse ★★★★½
Squier Classic Vibe 50s Strat E-Gitarre Solidbody Pappelkorpus, Ahornhals Stahl .009–.042 648 mm 3× Single-Coil ~420 Fortgeschrittene ★★★★½
Taylor Academy 10e E-Akustik Grand Concert, Fichtendecke massiv Stahl 628 mm ES-B Undersaddle ~580 Semi-Profi ★★★★★

Preise in CHF sind Richtwerte (Stand 2026); Strassen- und Online-Preise variieren. Einzelheiten und aktuelle Angebote über die Händlerwebseiten oder Preisvergleichsportale prüfen.

Vier goldene Kaufregeln

Stil zuerst, Optik zuletzt

Kaufe die Gitarre, die zum Musik-Stil passt, den du spielen willst — nicht zur Farbe oder zum Markenlogo. Eine Akustik-Western klingt auf Rock-Riffs anders als eine E-Gitarre.

Setup ist kein Luxus

Jede neue Gitarre profitiert von einem professionellen Setup: Saitenlage einstellen, Halsstab justieren, Bünde prüfen. Kostet CHF 30–80 und macht den Unterschied zwischen Frust und Freude.

Gebraucht kennen lernen

Digitec, Ricardo.ch und lokale Inserate führen gut erhaltene Gitarren. Ein CHF 300 Budget gebraucht kann eine Semi-Profi-Gitarre im Wert von CHF 600–700 kaufen — wenn du weisst, worauf zu achten ist.

Zubehör von Anfang an einplanen

Stimmgerät, Picks, Gitarrenständer, Tasche und (bei E-Gitarre) Verstärker und Kabel gehören zum Gesamtbudget. Komplettsets sparen CHF 30–60 gegenüber Einzelkauf.

8-Punkte-Kaufcheckliste

Häufige Fragen (FAQ)

Gibt es in der Schweiz Subventionen für Gitarrenunterricht?

Ja. In vielen Kantonen werden öffentliche Musikschulen subventioniert, sodass Kinder und Jugendliche stark vergünstigte Tarife erhalten. Kantone wie Zürich, Bern, Basel-Stadt und Waadt haben gesetzlich verankerte Musikschulstrukturen. Darüber hinaus bieten einzelne Gemeinden Kulturgutscheine oder einkommensabhängige Beitragssenkungen an. Direktanfrage beim kantonalen Kulturamt oder der Gemeindeverwaltung lohnt sich.

Wie beeinflusst das Schweizer Raumklima das Gitarrenholz?

In der Schweiz sinkt die relative Luftfeuchtigkeit im Winter oft auf 20–35 % — zu trocken für Gitarrenholz. Das lässt das Holz schwinden, was Risse in Decke und Zargen, Bundüberstand und veränderte Saitenlage verursachen kann. Ideal sind 45–55 % relative Luftfeuchtigkeit. Gitarrenbefeuchter (Schallloch- oder Case-Variante) halten das Instrument in diesem Bereich. Im Sommer kann hohe Feuchtigkeit das Holz aufquellen lassen — Lüftung schafft Ausgleich.

Wo finde ich eine Gitarrenreparatur oder einen Gitarrenbauer in der Schweiz?

Gitarrenbauer (Luthiers) und Reparaturwerkstätten gibt es in grossen Schweizer Städten (Zürich, Bern, Basel, Lausanne, Genf). Musikfachgeschäfte betreiben oft eigene Werkstätten. Für ein professionelles Setup rechnet man mit CHF 80–180. Bei Rissen, Lackreparaturen oder Bundwechseln sind die Kosten höher — ein Kostenvoranschlag vor der Reparatur ist empfehlenswert.

Linkshand-Gitarren — was soll ich in der Schweiz wissen?

Linkshänder haben zwei Optionen: eine gespiegelte Linkshand-Gitarre (kleineres Sortiment, häufig Sonderbestellung oder Online-Kauf) oder das Erlernen auf einer Rechtshänder-Gitarre (mehr Auswahl, spontanes Spielen auf beliebigen Gitarren). Für Online-Käufe aus Deutschland: Ab CHF 150 Warenwert kann Schweizer Mehrwertsteuer anfallen — beim Einfuhrsteuersatz (derzeit 8,1 %) einplanen.

Selbst lernen oder Gitarrenunterricht nehmen?

Diese Frage stellt sich fast jeder Einsteiger. Beides funktioniert — entscheidend ist, welches Lernmodell zu deiner Situation und deinen Zielen passt.

Selbstständig lernen: Apps, YouTube und Bücher

Wer zeitlich flexibel ist, ein bestimmtes Repertoire im Kopf hat und konsequent übt, kann auf Apps und Online-Ressourcen aufbauen:

Nachteil des reinen Selbstlernens: Falsche Haltung und Technik schleichen sich ein, ohne dass man es merkt. Das kann nach Monaten zu Schmerzen (Sehnenentzündung, Mausarm) oder zu Plateaus führen, die schwer zu überwinden sind.

Professioneller Gitarrenunterricht

Ein guter Lehrer korrigiert Handposition, Sitzhaltung, Anschlagtechnik und Akkordwechsel von Anfang an. Das zahlt sich besonders für Kinder und Jugendliche aus, für Menschen die klassische Technik erlernen wollen, und für alle, die langfristig weiterkommen möchten. Kosten in der Schweiz:

Die Hybridlösung

Viele Erwachsene beginnen mit einer App (erste Akkorde, Rhythmusgefühl aufbauen) und suchen sich nach 2–3 Monaten einen Lehrer für gezieltes Feedback. Das reduziert die Zeit im teuren Unterricht und erlaubt flexibles Üben in der Zwischenzeit. Für Kinder empfehlen Schweizer Musikschulen aber grundsätzlich Unterricht von Beginn an — damit keine Technikfehler einschleichen, die später mühsam korrigiert werden müssen.

Zubehör-Überblick — was du wirklich brauchst

Zubehör kann den Gitarrenspass erheblich steigern oder, wenn man es übersieht, schnell frustrieren. Hier die vollständige Liste nach Priorität:

Pflichtausstattung (sofort kaufen)

Empfohlen (bald kaufen)

Speziell für E-Gitarristen

Grundlegende Spieltechniken — ein kurzer Überblick

Gitarrenspielen umfasst viele Techniken, die je nach Stil sehr unterschiedlich sind. Hier ein sachlicher Überblick der wichtigsten Grundbegriffe, damit du Kaufentscheidungen und Unterricht besser einschätzen kannst.

Greifhand und Anschlagshand

Bei Rechtshändern greift die linke Hand Töne und Akkorde auf dem Griffbrett, die rechte Hand zupft oder schlägt die Saiten an. Bei Klassikgitarren werden beide Hände sehr spezifisch positioniert — Unterricht hilft hier von Anfang an. Bei Akustik und E-Gitarre gibt es mehr Spielraum in der Haltung.

Akkordspiel (Chords)

Akkorde sind mehrere gleichzeitig gegriffene Töne. Die häufigsten Anfänger-Akkorde: E-Moll, A-Moll, G-Dur, C-Dur, D-Dur — mit diesen fünf lassen sich Hunderte Songs spielen. Barré-Akkorde (Zeigefinger quer über alle Saiten) sind der nächste grosse Lernschritt und dauern meist 4–8 Wochen, bis sie klingen.

Strumming und Fingerpicking

Strumming (Schlagen mit Plektrum oder Daumen über alle Saiten) erzeugt einen vollen, rythmischen Klang — ideal für Akkordbegleitung. Fingerpicking (jede Saite einzeln mit einem Finger anzupfen) erzeugt melodischeren, nuancierten Klang — ideal für Balladen, klassische Stücke und Singer/Songwriter.

Bending und Vibrato (E-Gitarre)

Auf der E-Gitarre kann man Saiten seitwärts ziehen (Bending), um den Ton zu erhöhen — typisch für Blues und Rock. Vibrato ist ein regelmässiges Schwingen der gegriffenen Saite für mehr Ausdruck. Diese Techniken sind auf Akustikgitarren ebenfalls möglich, erfordern dort aber mehr Kraft durch die höhere Saitenspannung.

Gitarrenreparatur und Gitarrenbauer in der Schweiz

Gitarren brauchen gelegentlich Pflege, Einstellung oder Reparatur. Wer hier den richtigen Ansprechpartner kennt, spart Zeit und Geld.

Was kann der Fachhandel?

Die meisten Musikfachgeschäfte mit Werkstatt bieten folgende Leistungen an:

Gitarrenbauer (Luthiers)

Für hochwertige Reparaturen, Restaurationen alter Instrumente oder Sonderanfertigungen gibt es spezialisierte Gitarrenbauer in der Schweiz. Sie arbeiten mit Massivholz, erstellen Schadensanalysen vor der Reparatur und verfügen über spezifisches Wissen für akustische und klassische Gitarren. Kostenvoranschlag einholen ist Standard und in der Regel kostenlos.

Was selbst reparieren?

Einige Aufgaben kann man nach etwas Einarbeitung selbst erledigen: Saiten aufziehen und stimmen, einfaches Sattel-Anpassen (feilen), lose Stimmwirbel anziehen, Pickguard-Kleber anlegen. Bei allem mit Leim, Lack oder Elektronik ist professionelle Hilfe sicherer — Fehler können den Wert der Gitarre dauerhaft mindern.

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Fazit — die richtige Gitarre für dich

Der Kauf einer Gitarre ist keine komplizierte Entscheidung, wenn man die eigenen Musikziele kennt. Die wichtigsten Leitsätze:

Wer noch völlig unentschlossen ist, liegt mit einer soliden Akustik-Western-Gitarre zwischen CHF 180 und 300 selten falsch: Sie ist vielseitig, klingt unplugged, braucht kein Zubehör und lässt sich gut wieder verkaufen, falls man die Richtung wechselt. Viel Freude beim Spielen.

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