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Frontlader vs. Toplader, EU-Energielabel A–D, Schweizer Wasserhärte, Woolmark-Zertifikat und CHF-Preissegmente — alles was Sie vor dem Kauf wissen müssen.

Zuletzt aktualisiert: 30. Juni 2026 · Lesezeit: ca. 12 Minuten
Kurz & klar: Für Schweizer Standardwohnungen (60-cm-Nische) empfiehlt sich ein Frontlader der Energieklasse A oder B mit 7–8 kg Trommelvolumen, Woolmark-Zertifikat und automatischer Dosierung. Wer in Zürich wohnt, plant für hartes Wasser (19 °fH) und regelmässige Entkalkung ein.

Frontlader vs. Toplader: Was passt in Ihre Wohnung?

Die erste Frage beim Waschmaschinen-Kauf in der Schweiz ist fast immer dieselbe: Frontlader oder Toplader? Beide Bauformen haben ihre Berechtigung — die richtige Wahl hängt von den Raumverhältnissen, der Einbausituation und der Nutzungsgewohnheit ab.

Merkmal Frontlader Toplader
Breite Standard 60 cm 40–45 cm (schlanker)
Tiefe 54–65 cm (Standardnische 60 cm) 60–65 cm
Höhe 82–85 cm 90–105 cm (Deckel braucht Raum)
Einbau möglich? Ja, unter Arbeitsfläche Nein (Deckel muss öffnen)
Wasserverbrauch 7–9 L/kg Wäsche 10–14 L/kg Wäsche
Energieeffizienz Besser (weniger Wasser → weniger Heizenergie) Etwas schlechter
Schleuderwirkung Bis 1600 U/min, sehr gut 700–1000 U/min, geringer
Beladung Gebückte Haltung Ergonomischer (stehend)
Typischer Preis CHF ab CHF 350 ab CHF 500

In Schweizer Altbauwohnungen mit tiefen Küchennischen (oft 55–58 cm nutzbar) lohnt es sich, die Einbautiefe exakt zu messen — viele Frontlader gibt es in einer schlanken Variante mit 47–52 cm Tiefe. Toplader sind ideal, wenn die Breite knapp ist (z.B. schmale Badezimmer 40 cm breit) oder das Bücken Rückenprobleme verursacht.

Schweizer Küchenmasse: Standardnischen in CH sind meist 60 cm breit und 60 cm tief — für Frontlader optimal. Ältere Gebäude (vor 1980) haben teils tiefere Schränke, aber engere Nischen. Messen Sie immer Breite, Tiefe und Höhe inklusive Wasseranschluss-Spielraum (mind. 5 cm hinter dem Gerät).

EU-Energielabel A–D: Neue Skala seit 2021

Seit dem 1. März 2021 gilt in der Schweiz (EU-angelehnt) eine neue, strengere Energielabel-Skala für Waschmaschinen. Die frühere Klasse A+++ entspricht heute nur noch etwa B oder C — ein Gerät der neuen Klasse A ist also deutlich sparsamer als das einstige Topmodell.

Klasse A — sparsamste Geräte (~46–55 kWh/Jahr)
Klasse B — sehr effizient (~60–75 kWh/Jahr)
Klasse C — gut (~80–100 kWh/Jahr)
Klasse D — akzeptabel (~105–130 kWh/Jahr)

Jahreskosten-Rechnung (Schweizer Stromtarif 28 Rp./kWh)

Energieklasse kWh/Jahr (ca.) Stromkosten/Jahr CHF Über 15 Jahre CHF
A50CHF 14CHF 210
B68CHF 19CHF 285
C90CHF 25CHF 375
D115CHF 32CHF 480

Die Mehrkosten für ein Klasse-A-Gerät (oft CHF 100–200 teurer als B) amortisieren sich über die Lebensdauer. Wichtiger ist allerdings das Nutzungsverhalten: Wer immer bei 90° wäscht statt bei 40°, verliert den Effizienz-Vorteil sofort. Faustregel: 40° genügt für normale Alltagswäsche, 60° für Bettwäsche und Handtücher, 90° nur für stark verschmutzte Arbeitskleidung oder bei Infektionskrankheiten.

Schweizer Besonderheit: Der Stromtarif variiert je nach Kanton und Versorger stark. In Zürich zahlen viele Haushalte im Jahr 2025/26 rund 24–30 Rp./kWh, in ländlichen Gebieten teils mehr. Prüfen Sie Ihre Jahresabrechnung für eine präzise Kalkulation.

Trommelvolumen: 6, 7, 8 oder 9–10 kg?

Das Trommelvolumen in Kilogramm gibt an, wie viel trockene Wäsche maximal eingeladen werden darf. Die meisten Haushalte überschätzen ihren Bedarf und kaufen zu grosse Geräte — eine volle Trommel wäscht effizienter als eine halbvolle.

Volumen Haushaltsgrösse Typische Nutzung Hinweis
6 kg 1 Person 2–3 Waschgänge/Woche Platzsparend, günstig
7 kg 1–2 Personen 3–4 Waschgänge/Woche Beliebteste Grösse CH
8 kg 3–4 Personen 4–5 Waschgänge/Woche Auch für Bettwäsche geeignet
9–10 kg 5+ Personen / Familie Tägliche Waschgänge Für Daunendecken, grosse Bettwäsche

Faustregel: 1 kg Trommelkapazität pro Haushaltsperson, plus 1 kg Reserve für Bettwäsche. Wer häufig Sportwäsche oder Arbeitskleidung wäscht, rechnet grosszügiger. Grosse Trommeln (9–10 kg) benötigen mehr Wasser pro Kilogramm, wenn sie nur halbbefüllt laufen — dann ist ein kleineres Gerät oft effizienter.

Schleuderdrehzahl: 800 bis 1600 U/min

Die Schleuderdrehzahl bestimmt, wie trocken die Wäsche nach dem Waschgang aus der Maschine kommt. Höhere Drehzahlen bedeuten weniger Restfeuchte — und kürzere Trocknungszeit am Wäscheständer oder im Trockner.

Drehzahl Restfeuchte ca. Geeignet für Lärmpegel
800 U/min~60 %Wolle, FeinwäscheLeise
1000 U/min~52 %Pflegeleicht, SynthetikModerat
1200 U/min~44 %Baumwolle, HemdenHörbar
1400 U/min~38 %Handtücher, JeansDeutlich
1600 U/min~32 %Bettwäsche, dicke BaumwolleLaut (Vibration)

Für die meisten Schweizer Haushalte ist 1200–1400 U/min der goldene Mittelweg: die Wäsche ist gut ausgeschleudert, ohne übermässigen Lärm oder Maschinenverschleiss. Wäscheständer-Trocknung bei 1200 U/min dauert in einer normalen CH-Wohnung (keine Schleuder-Schäden am Stoff) 4–6 Stunden weniger als bei 800 U/min.

Vibrationsschutz für Schweizer Altbauten: In Holzdecken-Gebäuden (viele Liegenschaften vor 1950) überträgt sich Vibration beim Schleudern stark in die Nachbarwohnungen. Anti-Vibrations-Matten (Gummiplatten unter der Maschine, ca. CHF 20–40) und ein ausgeglichener Boden reduzieren das Problem erheblich. Geräte mit «Drum-Balance-System» oder ähnlichen Sensoren gleichen Unwucht automatisch aus.

Schweizer Wasserhärte: Zürich, Bern, Genf im Vergleich

Die Wasserhärte ist in der Schweiz je nach Region sehr unterschiedlich — und hat direkten Einfluss auf Waschmitteldosierung, Kalkverschleiss des Heizstabs und Pflegebedarf der Maschine. Gemessen wird in französischen Härtegraden (°fH).

Zürich
~19 °fH
Hart
Monatlich entkalksen, Waschmittel für hartes Wasser verwenden, Calgon oder Zitronensäure
Bern
~15 °fH
Mittelhart
Alle 2–3 Monate entkalksen, normale Dosierungsangabe auf Waschmitteln
Genf
~9 °fH
Weich
Geringe Kalkgefahr, Waschmittel-Dosierung reduzieren, vierteljährlich entkalksen
Basel
~11 °fH
Mittelweich
Dosierung anpassen, halbjährlich entkalksen
Lausanne
~22 °fH
Sehr hart
Wassererweicher empfohlen, monatlich entkalksen, Kurzpflege-Programm aktivieren
Luzern
~16 °fH
Mittelhart
Standard-Entkalkungsrhythmus alle 2 Monate

Die genauen Werte Ihres Quartiers finden Sie auf der Website Ihres Wasserversorgers (z.B. Wasserversorgung Zürich, Services industriels de Genève). Bei sehr hartem Wasser (über 20 °fH) lohnt sich ein eingebauter Ionentauscher oder ein Wasserenthärter-Zusatz im Waschmittelfach.

Praktische Dosierungsregel

  • Weiches Wasser (unter 10 °fH): Waschmittel 20–30 % unter Packungsangabe dosieren
  • Mittelhartes Wasser (10–18 °fH): Packungsangabe genau einhalten
  • Hartes Wasser (über 18 °fH): Packungsangabe um 10–20 % erhöhen oder Wasserenthärter (z.B. Calgon) hinzufügen

Waschprogramme: Was steckt dahinter?

Moderne Waschmaschinen bieten 10–20 Programme. Die wichtigsten im Überblick:

Baumwolle 60° — der Allrounder

Das am häufigsten genutzte Programm. Geeignet für Hemden, T-Shirts, Unterwäsche, Laken und Handtücher aus Baumwolle. Bei 60° werden hygienische Keime zuverlässig abgetötet — wichtig für Bettwäsche, Kinderwäsche und Handtücher. Wer mit dem «Eco 60°»-Programm wäscht, braucht längere Laufzeiten (bis 4 Stunden), spart aber deutlich Energie, da das Wasser langsam aufgeheizt und gut gehalten wird.

Pflegeleicht 40° — für Synthetik und Mischgewebe

Dieses Programm verwendet schonendere Schleuderphasen und niedrigere Temperaturen, um Synthetikfasern (Polyester, Polyamid, Viskose) zu schonen. Auch für viele Businesshemden mit Bügelfreiheit-Ausrüstung geeignet. Achtung: Pflege-easy-Etikett bedeutet nicht automatisch 40° — prüfen Sie das Pflegeetikett am Kleidungsstück.

Wolle / Handwäsche — Woolmark-Bereich

Das Wollprogramm arbeitet mit sehr sanfter Trommelrotation (Pendelgang statt kontinuierlichem Drehen) und kaltem bis maximal 30° Wasser. Entscheidend ist, dass die Maschine das Woolmark-Zertifikat trägt — dazu mehr im nächsten Abschnitt. Ohne Zertifikat riskieren Sie Einlaufen oder Verfilzen auch bei hochwertiger Merinowolle.

Schnellwaschgang 15–30 Minuten

Für leicht angeschmutzte Wäsche oder Auffrischung von Kleidung nach einem kurzen Tragen. Verbraucht weniger Wasser und Energie, bietet aber keine hygienische Reinigungsleistung. Nicht geeignet für stark verschmutzte Wäsche oder Bettwäsche.

Hygiene-Programm 60°/90°

Viele Geräte bieten ein Hygiene-Programm, das mit höheren Temperaturen und längeren Einwirkzeiten arbeitet. Besonders sinnvoll nach Krankheiten, für Säuglingswäsche oder Sportkleidung mit starken Gerüchen. Einige Geräte nutzen Dampf (Steam) zusätzlich zur Thermodesinfektion.

Trommelreinigung

Kein Programm für Wäsche, sondern für die Maschine selbst: Leere Trommel bei 60° oder 90°, mit Entkalkungsmittel, entfernt Kalk-, Schimmel- und Waschmittelrückstände. Empfehlung: monatlich in Hartwasserregionen wie Zürich oder Lausanne.

🐑 Woolmark Gold: Wollpflege für Schweizer Haushalte

Das Woolmark-Zertifikat ist ein Qualitätssiegel der internationalen Woolmark Company für Waschmaschinen, die nachweislich Wollkleidung schonend waschen. Es gibt zwei Stufen: Woolmark (Basiszertifikat) und Woolmark Gold (strengste Prüfbedingungen, auch für Merinowolle und Kaschmirmischungen).

Für Schweizer Haushalte ist das besonders relevant, weil:

  • Hochwertige Wollkleidung (Merinowolle, Alpaka, Kaschmirwolle) weit verbreitet ist
  • Viele Schweizer Küche und Bergwanderausrüstung aus Wolle bestehen
  • Das Waschen in der Maschine mit zertifiziertem Programm sicherer ist als Handwäsche (genormte Bewegungsabläufe)
  • Reinigungskosten für Wollkleidung beim Chemischreiniger (CHF 8–18 pro Stück) damit entfallen

Geräte mit Woolmark Gold-Zertifikat 2026: Miele (nahezu alle Modelle), Bosch (Serie 6/8), Siemens iQ500/iQ700, einige Electrolux-Modelle. Bei Samsung und LG prüfen Sie das aktuelle Datenblatt — die Zertifizierung variiert je nach Markt.

Trommelreinigung & Kalkschutz: Langlebigkeit sichern

Der häufigste Fehler bei Waschmaschinen in der Schweiz: mangelhafte Entkalkung. Kalk lagert sich am Heizstab ab, senkt seinen Wirkungsgrad und erhöht den Stromverbrauch um bis zu 20 %. Ausserdem verkürzt Kalkablagerung die Lebensdauer des Geräts erheblich.

Entkalkungsmittel im Vergleich

Mittel Wirkung Kosten ca. Frequenz Zürich/Lausanne
Zitronensäure (100 g)GutCHF 0.50–1.00Monatlich
Calgon (Tabs oder Pulver)Sehr gut (Prophylaxe)CHF 0.50–1.00/WaschgangJeden Waschgang (Prävention)
Spezieller MaschinenreinigerAusgezeichnetCHF 3–6/AnwendungAlle 1–2 Monate

Türgummi-Pflege

Feuchtigkeit im Türgummi (Faltenbalg) fördert Schimmelbildung. Nach jedem Waschgang: Türe einen Spalt offen lassen, Waschmittelfach herausziehen und trockenreiben. Monatlich mit einem feuchten Tuch den Gummi innen abwischen. Bei Schimmelbefall hilft ein Pflegeprogramm mit Maschinenreiniger, notfalls verdünnte Natronlösung.

Einbaugerät vs. Standgerät

Einbaugeräte werden hinter einer Möbelfront verborgen — sie sind optisch ansprechender in Küchen ohne sichtbare Geräte, aber bei Defekt schwieriger auszutauschen. Standgeräte bieten mehr Modellvielfalt und sind einfacher zu installieren.

Kriterium Einbaugerät Standgerät
OptikNahtlos integriertSichtbar
PreisaufschlagCHF 100–300 mehrBasispreis
Austausch bei DefektSchrank muss geöffnet werdenEinfach ausziehen
Sockelhöhe einstellbar?Begrenzt (Möbelfront muss passen)Ja, verstellbare Füsse
VibrationsdämpfungFest montiert, Vibration im Schrank spürbarFreier Stand, Gummimatte sinnvoll

Empfehlung für Altbauten: Ein Standgerät mit Anti-Vibrations-Matte auf einem stabilen, planen Untergrund ist oft die bessere Wahl — weniger Übertragung auf Holzdecken, einfachere Wartung. Für Neubauten und moderne Küchen ist das Einbaugerät ästhetisch die sauberere Lösung.

Lärmpegel: Was ist in Schweizer Wohnungen verträglich?

Schweizer Ruhezeiten (je nach Kanton und Gemeinde unterschiedlich, aber häufig: 22–07 Uhr, Mittagspause 12–13 Uhr, Sonntags ganztägig) machen den Lärmpegel zu einem wichtigen Kaufkriterium.

Betriebsphase Typische dB(A) Vergleich Abend/Nacht geeignet?
Waschen44–50 dBNormales Gespräch = 60 dBMeistens ja
Schleudern 1200 U/min68–73 dBStaubsauger = 70 dBNicht empfohlen
Schleudern 1400–1600 U/min74–80 dBHaartrockner = 75 dBNein
Leise Premiummodelle (z.B. Miele)48–54 dB SchleudernDeutlich ruhigerIn vielen Wohnungen vertretbar

Tipp für Mieter: Starten Sie den Schleuderprozess so, dass er vor der Ruhezeit endet. Viele Geräte bieten eine Startzeit-Verzögerung (bis zu 24 h), um den Waschgang tagsüber zu terminieren. Programme mit reduzierter Schleuderdrehzahl (z.B. 900 U/min) sind eine gute Kompromisslösung für abendliche Wäscheabläufe.

Marken im Vergleich: Bosch, Miele, Electrolux, Samsung, Siemens

Auf dem Schweizer Markt dominieren wenige Marken. Hier eine nüchterne Einschätzung basierend auf Testergebnissen, Kundenbewertungen und Lieferbarkeit in der Schweiz:

Miele — Premiumqualität aus Gütersloh/Bielefeld

Miele produziert seine Haushaltsgeräte überwiegend in Deutschland (Werk Gütersloh). Waschmaschinen der W1-Serie gelten als langlebigste Geräte im Markt (Testziel 20 Jahre Betrieb). Woolmark Gold-Zertifikat auf allen aktuellen Modellen. Preis: CHF 900–2'500. Verfügbarkeit in CH: sehr gut (Media Markt, Interdiscount, Miele-Direktshops). Nachteil: hoher Anschaffungspreis, Ersatzteile teuer.

Bosch — Verlässlichkeit im mittleren Segment

Bosch (Serie 4, 6, 8) bietet solide Technik zu moderaten Preisen (CHF 500–1'400). Serie 8 mit HomeConnect-App-Steuerung und ActiveOxygen-Funktion (Wäsche auffrischen ohne Wasser). Woolmark Gold-Zertifikat bei Serie 6 und 8. Hergestellt in deutschen Werken (Dillingen, Nauen) sowie Polen. In CH weit verbreitet und gut ersatzteilversorgt.

Siemens — baugleich mit Bosch, andere Ausstattung

Siemens-Geräte teilen oft dieselbe Basisplattform mit Bosch, bieten aber leicht unterschiedliche Programme und Design. iQ500 und iQ700 sind populäre Modelle. Preislich minimal über dem vergleichbaren Bosch. In CH gut verfügbar über denselben Fachhandel.

Electrolux / AEG — Schwedisches Erbe, starke Ecotech

AEG (zur Electrolux-Gruppe gehörend) punktet mit dem Ö-Kollektor (OKO-Trend), AutoSense-Mengenerfassung und PerfectCare 700/800-Serien. Woolmark-Zertifikat auf ausgewählten Modellen. Preis: CHF 600–1'600. Hergestellt in Europa (Polen, Ungarn). In CH über grössere Elektrohandelsketten erhältlich.

Samsung — Technik-Fülle, Wermutstropfen Langzeit

Samsung bietet viele Features (AI-Cycle, AddWash-Klappe zum Nachlegen, SmartThings-App) zu konkurrenzfähigen Preisen (CHF 450–1'200). Langzeitzuverlässigkeit ist nach Stiftung Warentest-Auswertungen schwächer als bei Miele oder Bosch. Ersatzteilversorgung in der Schweiz weniger breit als bei deutschen Marken. Gut für tech-affine Nutzer mit mittlerem Budget.

LG — DirectDrive mit langer Motorgarantie

LG bietet 10 Jahre Motorgarantie auf seinen bürstenlosen DirectDrive-Motor — das ist ein echtes Differenzierungsmerkmal. AI DD-Erkennung analysiert die Wäschemenge und -art automatisch. Preis: CHF 500–1'300. Lieferbarkeit in CH ähnlich wie Samsung.

CHF-Preissegmente: Was bekomme ich für welches Budget?

Unter CHF 400

Einstieg

Grundprogramme, 6–7 kg, Energieklasse C–D, keine App, Plastikgehäuse. Für Studierende oder Zweitgerät in der Ferienwohnung geeignet. Marken: Beko, Candy, Gorenje.

CHF 400–800

Solide Mittelklasse

Energieklasse B–C, 7–8 kg, Woolmark-Programm, LED-Display, Startzeitverzögerung. Bosch Serie 4, Samsung Serie 5, LG F4. Für die meisten Schweizer Haushalte ausreichend.

CHF 800–1500

Gehobene Mittelklasse

Energieklasse A–B, 8–9 kg, Woolmark Gold, Auto-Dosierung, leiser Betrieb, App-Steuerung. Bosch Serie 8, AEG PerfectCare 700, Siemens iQ500. Langlebig, energieeffizient.

Über CHF 1500

Premium

Miele W1, Energieklasse A, 9–10 kg, 20 Jahre Lebensdauer angestrebt, Dampfprogramm, Automatisches Dosieren (TwinDos), leises Wabentrommelsystem. Für anspruchsvolle Haushalte.

Modellvergleich 2026: 5 empfehlenswerte Geräte

Modell Typ Volumen Energieklasse Schleuder U/min Lärm Schleudern Preis CHF ca.
Bosch WAV28M40CH Frontlader 9 kg A 1400 U/min 72 dB CHF 849
Miele WSD663 WPS Frontlader 8 kg A 1400 U/min 68 dB CHF 1'399
Siemens WM14N297CH Frontlader 7 kg B 1400 U/min 74 dB CHF 549
LG F4WR509SBSA Frontlader 9 kg A 1400 U/min 71 dB CHF 699
AEG LFR61944B Frontlader 9 kg A 1400 U/min 73 dB CHF 799

Preise sind Richtwerte (Stand Mitte 2026) und können je nach Händler und Verfügbarkeit abweichen. Energieangaben basieren auf EU-Normprüfung (220 Jahreswaschgänge).

4 wichtige Tipps vor dem Kauf

📐

Masse zuerst prüfen

Nische ausmessen (Breite, Tiefe, Höhe) inkl. Wasseranschlussraum. Gerät niemals nach dem Zufallsprinzip kaufen — Retouren sind aufwändig.

💧

Wasserhärte nachschlagen

Website des Wasserversorgers Ihrer Gemeinde aufrufen, Härtewert notieren und Kaufentscheid für Entkalkungsstrategie anpassen.

🐑

Woolmark-Zertifikat prüfen

Wenn Sie Merinowolle, Kaschmir oder Alpaka-Kleidung besitzen, nur Geräte mit Woolmark Gold kaufen — spart teure Reinigungskosten.

🔧

Garantie & Ersatzteile beachten

Standardgarantie CH: 2 Jahre. Miele bietet optional 10 Jahre. Prüfen, ob der Händler Schweizer Kundendienst hat — spart Zeit bei Reklamationen.

8-Punkte-Kaufcheckliste

  • Einbaunische ausmessen (Breite × Tiefe × Höhe) und Spielraum für Schläuche einkalkulieren
  • Trommelvolumen nach Haushaltsgrösse wählen (ca. 1 kg pro Person + 1 kg Reserve)
  • Energieklasse A oder B anstreben — Lebenszykluskosten über 15 Jahre berechnen
  • Wasserhärte der Wohngemeinde bestimmen und Entkalkungsplan festlegen
  • Woolmark Gold-Zertifikat prüfen, falls Wollkleidung im Haushalt vorhanden
  • Lärmpegel (dB beim Schleudern) mit Ruhezeiten der Liegenschaft abgleichen
  • Startzeit-Verzögerung und Smartphone-App als nützliche Extras bewerten
  • Garantiebedingungen und Schweizer Kundendienst des Händlers klären

Häufige Fragen (FAQ)

Kann ich eine Waschmaschine ohne Kalt-Warm-Anschluss betreiben?

Ja. Fast alle modernen Waschmaschinen haben nur einen Kaltwasseranschluss und heizen das Wasser intern auf. Der Doppelventil-Anschluss (Kalt + Warm) war bei älteren Geräten verbreitet, ist aber seit rund 20 Jahren Standard-Kaltanschluss. Falls Ihr Anschluss noch zwei Ventile hat, verwenden Sie einfach nur das Kaltwasserventil und verschliessen das Warmwasserventil mit einem Blindstopfen.

Wie lange hält eine Waschmaschine in der Schweiz durchschnittlich?

Laut Stiftung Warentest und europäischen Verbraucherverbänden liegt die durchschnittliche Lebensdauer bei 10–13 Jahren. Miele gibt als Testziel 20 Jahre an. Die Lebensdauer hängt stark von der Nutzungsfrequenz, regelmässiger Entkalkung und dem Vermeiden von Überlastung ab. Eine Familie mit 5 Personen und 7 Waschgängen/Woche belastet das Gerät stärker als eine Einzelperson.

Ist der Kauf einer gebrauchten Waschmaschine in der Schweiz sinnvoll?

Das kommt auf das Gerät an. Gut gewartete Geräte von Miele, Bosch oder Siemens aus dem Baujahr 2015–2020 (altes Energielabel A+++ bis A++) sind oft noch sehr effizient und für CHF 100–300 erhältlich. Prüfen Sie: keine Kalkflecken, keine Lecks, funktionierende Dichtung, keine Vibrationsgeräusche beim Probe-Schleudern. Geräte ohne Probelauf nie kaufen. Achtung: Das alte Energielabel A+++ entspricht der neuen Klasse B–C, ist also nicht mit dem neuen A vergleichbar.

Was ist Auto-Dosierung und lohnt sich die Funktion?

Auto-Dosierung (bei Bosch «i-DOS», bei Miele «TwinDos», bei AEG «AutoDose») befüllt das Waschmittelfach automatisch mit der richtigen Menge Flüssigwaschmittel basierend auf Beladung und Verschmutzungsgrad. Das verhindert Überdosierung (häufigster Fehler, der Kalk und Schimmel fördert) und spart langfristig Waschmittelkosten. Die Funktion ist in Geräten ab ca. CHF 700 erhältlich und lohnt sich besonders für Vielwäscher. Nachteil: Das kompatible Marken-Konzentrat ist teurer als Standardwaschmittel.

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