Mahnung schreiben

Eine Rechnung bleibt offen — und jetzt? Mit einer freundlichen Zahlungserinnerung und klaren Mahnstufen kommst du meist ans Geld, ohne die Kundenbeziehung zu zerstören. Hier: der Ablauf, eine Vorlage und was bei Verzug gilt.

Stand: Juni 2026 · Allgemeine Info, keine Rechtsberatung.

Erst die Zahlungserinnerung

Bevor du „Mahnung" auf das Schreiben setzt, hilft fast immer eine freundliche Zahlungserinnerung. Oft ist die Rechnung schlicht untergegangen. Ein kurzer, höflicher Hinweis löst die meisten Fälle — und bleibt fair gegenüber guten Kunden.

⚠️ Wann genau jemand offiziell „in Verzug" ist und welche Folgen (z. B. Zinsen, Gebühren) gelten, hängt vom Land und vom Einzelfall ab. Bei größeren oder strittigen Beträgen rechtlich beraten lassen.

Die Mahnstufen im Überblick

StufeTonInhalt
ZahlungserinnerungfreundlichHinweis, neue kurze Frist
1. Mahnungsachlichklare Frist, ggf. Verzugshinweis
2. Mahnungbestimmtletzte Frist, Zinsen/Gebühren möglich
3. Mahnungklar & ernstAnkündigung weiterer Schritte

Du musst nicht zwingend drei Mahnungen schicken — wichtiger ist, dass dein Vorgehen nachvollziehbar und dokumentiert ist. Jede Stufe wird etwas bestimmter, bleibt aber sachlich.

Was in jede Mahnung gehört

Vorlage: 1. Mahnung (Kurzform)

„Sehr geehrte/r …, unsere Rechnung Nr. 2026-074 vom über CHF/EUR … ist bisher offen. Vermutlich ist sie Ihnen entgangen. Wir bitten Sie, den Betrag bis zum [Datum] auf das unten genannte Konto zu überweisen. Sollten Sie bereits gezahlt haben, betrachten Sie dieses Schreiben als gegenstandslos. Freundliche Grüße …"

Höflich, aber klar bleiben

Der Trick ist die Balance: freundlich im Ton, eindeutig in der Sache. Eine konkrete Frist und ein klarer nächster Schritt wirken besser als verärgerte Formulierungen. So bleibst du professionell — und die Kundenbeziehung intakt, falls weiter zusammengearbeitet wird.

⚡ Bei verspäteter Zahlung kannst du je nach Land Verzugszinsen ansetzen. Wie viel das ausmacht, rechnest du schnell aus: Verzugszinsen-Rechner. Zinsen berechnen →

Häufige Fragen

Muss ich erst eine Zahlungserinnerung schicken?

Sie ist nicht zwingend ein eigener Pflichtschritt, aber fast immer sinnvoll. Oft ist die Rechnung nur übersehen worden — eine freundliche Erinnerung löst viele Fälle, ohne die Kundenbeziehung zu belasten.

Wie viele Mahnungen muss ich schreiben?

Es gibt keine feste Pflicht zu drei Mahnungen. Wichtiger ist, dass dein Vorgehen nachvollziehbar und dokumentiert ist. Du kannst nach einer ergebnislosen Frist auch direkt weitere Schritte einleiten.

Wann ist der Kunde in Verzug?

Das hängt vom Land und vom Einzelfall ab — etwa von der vereinbarten Zahlungsfrist und davon, ob eine Mahnung nötig ist. Bei strittigen oder größeren Beträgen solltest du dich rechtlich beraten lassen.

Darf ich Verzugszinsen und Gebühren verlangen?

In vielen Fällen ja, sobald Verzug eingetreten ist. Höhe und Voraussetzungen unterscheiden sich nach Land. Eine grobe Größenordnung liefert dir der Verzugszinsen-Rechner; im Detail bitte rechtlich prüfen.

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