Gartenliegen-Typen im Überblick
Nicht jede Liege passt zu jedem Garten. Die wichtigsten Typen und ihr Einsatzbereich:
🛏 Flache Sonnenliege (Strandliege-Stil)
Klassische Liegeposition ohne aufrechten Rücken. Ideal fürs Sonnenbaden auf der Terrasse oder am Pool. Rahmen meist aus Aluminium oder Kunststoff, Bezug aus Polyester-Band oder Textilene (einem UV-stabilem Kunstgewebe). Stackbar-Modelle sparen Platz im Keller. Preisbereich: CHF 80–350.
🪑 Relaxliege mit verstellbarer Rückenlehne
Die vielseitigste Kategorie: Lehne stufenlos oder in 3–6 Positionen vom Sitzen bis zum Flachliegen verstellbar. Viele Modelle mit ausziehbarem Fussrest. Polster (oft abnehmbar und waschbar) sorgen für Komfort auch beim Lesen oder Schlafen. Typischer Einsatz: Terrasse, Garten, überdachter Aussenbereich. Preisbereich: CHF 140–800.
🌀 Schaukelliege (Relaxschaukel)
Eigene Kategorie mit Schwinggestell — kein separater Boden nötig. Wiegende Bewegung, Dach optional. Besonders beliebt bei Familien und im Loungebereich. Stabiler Stahl- oder Alu-Rahmen, wetterfeste Bespannung. Platzbedarf beachten (Länge inkl. Schwingweg). Preisbereich: CHF 200–600.
🌿 Hängematte
Klassiker zwischen zwei Bäumen oder im freistehenden Gestell. Baumwoll-Hängematten (gewebt) sind hautfreundlich, aber weniger wetterfest. Polyester-Hängematten halten Regen besser aus. Segeltuch (Canvas) ist robust und langlebig. Freistehende Gestelle aus Holz oder Stahl eignen sich für Gärten ohne passende Bäume. Preisbereich: CHF 60–400.
🏖 Strandliege (leicht und tragbar)
Leichtere, oft klappbare Konstruktion für Balkon, Camping oder den See. Geringeres Gewicht (3–5 kg) ist Trumpf, Stabilität und Komfort sind geringer als bei echten Gartenliegen. Für tägliche Terrassen-Nutzung begrenzt geeignet. Preisbereich: CHF 50–180.
Materialvergleich: Aluminium, Polyrattan, Teak, Kunststoff
Der Rahmen bestimmt Gewicht, Pflegeaufwand und wie viele Sommer die Liege übersteht. Hier der direkte Vergleich der vier verbreitetsten Materialien:
| Material | Gewicht | Witterungsbeständigkeit | Pflegeaufwand | Preis (CHF) | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Aluminium | Leicht (5–9 kg) |
Sehr gut Rostfrei |
Gering | ab CHF 150 | 10–20 J. |
| Polyrattan (PE-Geflecht) |
Mittel (7–14 kg) |
Sehr gut UV-stabil |
Gering | ab CHF 130 | 8–15 J. |
| Teakholz | Schwer (12–22 kg) |
Sehr gut Naturöl |
Mittel jährl. ölen |
ab CHF 350 | 20–40 J. |
| Kunststoff (PP) | Leicht (3–6 kg) |
Mässig verblasst |
Sehr gering | ab CHF 60 | 3–6 J. |
| Stahl (pulverbeschichtet) |
Schwer (10–18 kg) |
Gut bei Kratzern rostet |
Mittel | ab CHF 90 | 6–12 J. |
Hinweis: Haltbarkeit und Qualität variieren je nach Hersteller stark. Markenprodukte mit Garantie sind deutlich langlebiger als Billigimporte gleichen Materials.
Material — was hält dem Schweizer Wetter stand?
Die Schweiz bringt besondere Anforderungen mit: Sommerhitze bis 35 °C, Nachmittags-Gewitterregen, feuchte Herbstnächte und nasse Winter. Nicht jedes Material kommt damit gleich gut zurecht.
Aluminium — der Pragmatiker
Aluminium rostet nicht, verformt sich bei normalen Temperaturen kaum und lässt sich einfach reinigen. Pulverbeschichtete Rahmen sind kratzfester, eloxierte Oberflächen schlichter. Fürs Schweizer Wetter ideal: ein Alu-Rahmen, der ganzjährig draussen bleiben kann (mit Schutzhülle). Schweissflecken, Sonnencreme und Chlorwasser machen dem Metall nichts aus. Einziger Wermutstropfen: bei günstigen Modellen mit Stahlschrauben rosten diese vor dem Rahmen. Immer auf Edelstahlschrauben achten.
Polyrattan — modernes Geflecht, pflegeleicht
Polyrattan ist kein echtes Rattan, sondern Kunststoff (meist Polyethylen, PE) in Rattan-Optik. Qualitätsmerkmal ist der UV-Stabilisator: gute PE-Geflechte verlieren nach 5 Jahren draussen kaum Farbe. Billiges Polyrattan (PVC, ohne UV-Schutz) sprödet und bricht nach 2–3 Sommern. Erkennungsmerkmal: Qualität fühlt sich weich und elastisch an, Billigware ist hart und riecht chemisch. Pflege: Wasserschlauch und weiche Bürste, fertig.
Teakholz — das Edelprodukt mit Pflegebedarf
Teak enthält natürliche Öle, die Feuchtigkeit abweisen — einer der wenigen Rohstoffe, die wirklich ganzjährig draussen überleben. Unbehandelt vergraut Teak nach ein bis zwei Jahren zu einem silbrig-grauen Ton (witterungsechtes Silbergrau), was manche als edel empfinden. Wer das warme Honigbraun behalten will, muss jährlich Teaköl auftragen (Aufwand: ca. 30 Minuten). Wichtig beim Kauf: FSC-zertifiziertes Teak kaufen — Plantagen-Teak, nicht aus Raubbau. Grössere Anbieter in der Schweiz führen fast ausschliesslich zertifiziertes Holz.
Kunststoff (Polypropylen PP) — günstig, aber mit Ablaufdatum
Stackbar-Liegen aus PP sind günstig, leicht und pflegeleicht. Der Haken: UV-Strahlung baut Kunststoff über Jahre ab. Nach 3–5 Sommern werden die Farben matter, nach 6–8 Jahren wird das Material spröde und bricht. Für Gelegenheitsnutzung oder als Ersatzliegen für Gäste durchaus vertretbar — für die Hauptliege auf der Terrasse nur als kurzfristige Lösung.
4 Kauftipps — worauf wirklich achten
Tragkraft prüfen
Günstige Liegen tragen oft nur 100–110 kg. Robuste Modelle schaffen 130–150 kg. Immer in der Produktbeschreibung nachlesen — nicht schätzen.
Edelstahlschrauben verlangen
Alu-Rahmen rosten nicht, aber Stahlschrauben schon. Gut verarbeitete Liegen verwenden überall Edelstahlschrauben (A2 oder A4). Günstigmodelle sparen hier — und man sieht es nach dem ersten Winter.
Rollen und Transport bedenken
Schwere Teak-Liegen (15–22 kg) brauchen Rollen oder ein zweites Paar Hände. Einige Modelle haben integrierte Transportrollen — praktisch, aber prüfen ob diese auch robust sind.
Polster-Stoff macht den Unterschied
Günstiger Polyester-Bezug verblasst und schimmelt. Sunbrella- oder Olefin-Bezüge sind teurer, aber deutlich wetterfester, UV-stabiler und waschbarer. Spart Nerven und Geld auf lange Sicht.
Gartenliegen kaufen — Schweizer Anbieter im Überblick
In der Schweiz gibt es ein gutes Angebot — vom Baumarkt bis zum Spezialisten. Die grosse Frage ist immer: Qualität vor Ort prüfen oder online bestellen?
Breites Sortiment von Budget bis Mittelklasse, detaillierte Produktbeschreibungen, gute Kundenbewertungen. Lieferung meist 1–3 Werktage ins ganze Land.
Saisonales Gartenmöbel-Sortiment, Polyrattan- und Aluminium-Liegen ab CHF 120. Vorteil: Produkte lassen sich vor Ort begutachten und ausprobieren.
Grösseres Mittel- und Hochpreissegment, eigene Marken und Markenimporte. Lieferservice und Montageservice verfügbar. Gut für Teak und Design-Loungemöbel.
Günstige bis mittlere Liegen, besonders zur Saisonzeit (April–Juli) gut sortiert. Praktisch für kurzfristige Käufe, wenn eine Liege schnell gebraucht wird.
Mittleres bis gehobenes Sortiment, öfter mit Aktionen. Online-Bestellung mit Filialen-Abholung möglich. Saisonal stark variierendes Lager.
Preiswerte Loungesets und Liegen, mehrheitlich Polyrattan. Filialstandorte in grossen Schweizer Agglomerationen. Aktionen v. a. im Frühjahr.
Sehr gute Quelle für gut erhaltene Aluminium- und Teakholz-Liegen. Prüfen: Polster auf Schimmel, Holz auf Risse, Mechanik auf Funktion. Abholen bevorzugt.
Gartencenter und Eisenwarenhandlungen im Mittelland führen oft curated Sortimente besserer Marken. Beratung auf Augenhöhe, oft auch Reparaturservice.
Tipp: Preisvergleich online lohnt sich
- Das gleiche Polyrattan-Modell kostet je nach Anbieter bis zu 30 % mehr oder weniger
- Versandkosten beachten: grosse/schwere Liegen kosten CHF 20–60 Liefergebühr
- Saisonale Abverkäufe (Ende August, Oktober) bringen oft 20–40 % Rabatt
- Bei grossen Sets (Liege + Tisch + 2 Stühle) immer Gesamtpreis vs. Einzelkauf vergleichen
Preise für Gartenliegen in der Schweiz
Der Schweizer Markt ist breiter als man denkt — von der 75-Franken-Discounter-Liege bis zur 2'000-Franken-Designliege aus Teakholz und Sunbrella-Stoff. Eine Orientierung:
Konkrete Orientierungspreise (Schweiz, 2026): eine solide Aluminium-Liege mit verstellbarer Lehne und abnehmbarem Polster liegt bei CHF 180–280. Eine vergleichbare Polyrattan-Liege CHF 160–320. Eine gute Teak-Sonnenliege CHF 380–700. Schaukelliegen: CHF 220–550. Freistehende Hängematte mit Gestell: CHF 160–350.
Polster und Bezüge — was taugt, was nicht
Der Polster macht bei Relaxliegen und Loungesesseln einen grossen Teil des Komforts und der Lebensdauer aus. Ein günstiger Rahmen mit gutem Polster ist besser als ein teurer Rahmen mit schlechtem Bezug.
Bezugsstoffe im Vergleich
- Sunbrella (Acryl): Der Goldstandard für Outdoorpolster. UV-stabil, schimmelresistent, in vielen Farben, waschbar bis 30 °C. Erkennbar am Sunbrella-Label. Aufpreis ca. CHF 40–80 pro Polster — lohnt sich fast immer.
- Olefin / Polypropylen: Günstiger als Sunbrella, ebenfalls wasserabweisend und lichtecht. Fühlt sich weniger hochwertig an, ist aber für den mittleren Preisbereich völlig ausreichend.
- Polyester (Standard): Preisgünstig, weich, aber UV-empfindlicher. Nach 2–3 Sommern verblassen die Farben. Für häufigen Einsatz bedingt geeignet.
- Baumwolle (mix): Nur für überdachte Bereiche. Schimmelt bei Feuchtigkeit, bleicht aus. Auf Terrassen und im Freien ungeeignet.
Wasserabweisend vs. wasserdicht
Kein Outdoor-Polster ist wirklich wasserdicht. Wasserabweisend (DWR-Beschichtung) bedeutet, Regen perlt kurz ab — bei längerem Regen zieht Wasser durch. Wasserresistent hält länger stand. Polster trotzdem bei Regen abdecken oder ins Trockene nehmen — das verlängert die Lebensdauer erheblich. Schaumstoffkerne aus offenporigem Schaumstoff trocknen schneller als geschlossene, sind aber weniger formstabil.
Praktischer Tipp: Polster separat kaufen
Viele Schweizer kaufen einen günstigen Alu-Rahmen und rüsten mit einem hochwertigen Sunbrella-Polster auf. Das kostet CHF 60–120 extra, hält aber 5–8 Jahre länger. Polster-Grössen sind oft standardisiert (z. B. 180 × 50 cm), die Auswahl ist gross.
Aufbewahrung und Schutz — so überwintert Ihre Gartenliege
Wer seine Gartenliege richtig pflegt, hat 10–15 Jahre Freude statt 3–5. Der Aufwand ist gering, wenn man ein System hat.
Schutzhüllen (Winterabdeckungen)
Oxford-Gewebe-Hüllen (mindestens 160 g/m²) schützen vor Regen, Schnee, Staub und UV-Strahlung. Wichtig: Die Hülle muss atmen können — vollkommen luftdichte Hüllen führen zu Schimmelbildung. Hüllen mit Belüftungslöchern oder Reissverschlüssen an der Unterseite sind besser. Preise: CHF 18–55 je nach Grösse, erhältlich bei Hornbach, Galaxus oder als Zubehör beim Liegen-Kauf.
Lagerung im Keller oder Gartenschuppen
Ideal für Polyrattan- und Aluminium-Liegen ohne Polster: sauber, trocken, frost- und mäusesicher. Liegen nicht direkt auf Betonboden stellen (Feuchtigkeit zieht hoch) — Holzpaletten oder Gummifüsse unterlegen. Polster immer separat lagern: trocken, dunkel, möglichst in einem atmungsaktiven Beutel. Polster nie in Plastikfolie einschweissen — Schimmel.
Teakholz pflegen
Neues Teakholz vor dem ersten Winter gut ölen. Danach jährlich (idealerweise im Frühjahr) mit einem speziellen Teaköl einreiben. Vorher mit Teakreiniger und Bürste schrubben, um Grau-Schleier zu entfernen. Achtung: Öl trocknen lassen, bevor die Liege benutzt wird (zieht Kleidung an). Lackiertes Teakholz braucht weniger Pflege, verliert aber den natürlichen Charakter — und ist schwerer zu renovieren.
Aluminium und Polyrattan pflegen
Alu-Rahmen mit Wasser und mildem Spülmittel abwischen, mit klarem Wasser nachspülen, abtrocknen. Keine Scheuermittel oder Lösungsmittel. Polyrattan-Geflecht mit weicher Bürste (alte Zahnbürste für Ecken) und Schlauch reinigen. Scharfe Kanten im Geflecht prüfen: Falls ein Strang springt, umgehend mit Klebeband sichern — sonst zieht sich das Geflecht weiter auf.
Sonnenliege oder Relaxsessel — wann welches Format?
Die Frage stellen sich viele: flache Sonnenliege zum Bräunen, oder doch ein Relaxsessel mit hoher Rückenlehne zum Lesen und Dösen?
Wann ist die flache Sonnenliege besser?
- Wenn Sie hauptsächlich in der Sonne liegen und bräunen möchten
- Bei schmalem Terrassenplatz (Strandliegen-Modelle sind schlanker)
- Wenn die Liege auch als Pool-Liege verwendet werden soll
- Wenn mehrere Gäste gleichzeitig da sind (günstiger, stapelbar)
Wann ist der Relaxsessel mit Liegefunktion besser?
- Wenn Sie länger sitzen, lesen oder dösen — nicht nur sonnenbaden
- Wenn Sie den Rücken schonen wollen (einstellbare Neigung)
- Für Terrassen, die auch am Abend genutzt werden (aufrechte Sitzposition möglich)
- Für Senioren oder Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit (leichter aufzustehen)
Viele Haushalte kombinieren beide Typen: ein oder zwei flache Sonnenliegen für Gäste und Sonnenbad, ein Relaxsessel für den Stammplatz. Das schafft Flexibilität.
Hängematte in der Schweiz — Befestigung, Typen und Tipps
Kaum etwas entspannt mehr als eine gute Hängematte. Aber Befestigung und Typ müssen zum Garten passen — sonst wird aus Entspannung schnell Frustration.
Befestigung an Bäumen
Wer Bäume hat, kann eine Hängematte direkt befestigen. Wichtig: Baumschutz verwenden — breite Baumgurte (5–8 cm) statt dünner Seile. Dünne Seile schneiden in die Rinde ein und schädigen den Baum nachhaltig. Abstand zwischen den Aufhängepunkten: 3–5 Meter je nach Hängematte. Höhe: die Hängematte sollte im Ruhezustand 50–80 cm über dem Boden hängen. Auf den richtigen Winkel achten: der Aufhängepunkt sollte 20–30° über der Waagerechten liegen (S-Kurve sieht gut aus, stützt den Rücken).
Freistehende Gestelle
Für Gärten ohne passende Bäume oder für die Terrasse: freistehende Gestelle aus Stahl (pulverbeschichtet) oder Holz. Stahl-Gestelle sind stabiler und wetterfester, Holz-Gestelle sehen natürlicher aus, brauchen aber Pflege. Standbreite beachten: manche Gestelle brauchen 3,5–4 m Breite. Preise ab CHF 150 (Stahl, einfach) bis CHF 350 (Holz, grosse Ausführung).
Materialien für die Hängematte selbst
- Baumwolle (gewebt): Klassisch, hautfreundlich, atmungsaktiv — aber wenig wetterfest. Nur für überdachte Bereiche oder wenn man sie nach jeder Nutzung hereinnimmt. Schimmelt bei Dauerfeuchtigkeit.
- Polyester: Wetterfest, UV-stabiler, leichter zu waschen. Fühlt sich weniger natürlich an als Baumwolle, ist aber besser für den Dauergebrauch draussen.
- Canvas (Segeltuch): Robust, haltbar, ursprünglich für Schiffshängematten. Hält Wind und Regen stand. Typisch für lateinamerikanische Hängematten-Modelle.
Hängematten mit Spreizstangen (Spreizstangenhängematten) sind einfacher ein- und auszusteigen, besonders für ältere Personen. Netz-Hängematten kühlen besser, aber die Maschen hinterlassen Abdrücke auf der Haut — für längere Auszeiten weniger geeignet.
Worauf beim Kauf achten? Die Checkliste
Bevor Sie kaufen, diese Punkte prüfen — ob online oder im Geschäft:
- Tragkraft: Minimum 100 kg, besser 120–150 kg. Bei Onlineshops oft unter „Technische Daten" oder „Belastbarkeit" angegeben. Wenn kein Wert angegeben ist: Finger weg.
- Gewicht der Liege: Schwere Liegen (über 15 kg) müssen bewegt werden können. Rollen oder Tragegriffe sollten vorhanden sein.
- Verstellmechanismus: Im Laden ausprobieren. Klemmt die Rückenlehne? Rastet sie sicher ein? Schnarren die Scharniere? Online-Bewertungen lesen (häufige Klagen = echter Schwachpunkt).
- Scharniere und Verbindungen: Aus Edelstahl oder Zink-Druckguss, nicht aus billigem Stahl. Im Zweifelsfall mit einem Magneten prüfen: Edelstahl ist nicht magnetisch.
- Fussenden: Kunststoffkappen auf Metallbeinen verhindern Kratzer auf Steinplatten und verhindern, dass das Gestell in Rasenlücken einsinkt.
- Polster-Bezug: Reissverschluss oder Klettverschluss für einfaches Abnehmen. Waschbarkeit bei 30–40 °C (auf Etikett prüfen).
- Liegefläche: Minimum 60 cm Breite, besser 65–75 cm für komfortables Liegen. Länge: 180–200 cm für Erwachsene bis 185 cm Körpergrösse.
- Lieferzeit und Montage: Viele Gartenmöbel kommen zerlegt. Montagezeit, Werkzeugbedarf und Schwierigkeitsgrad beachten. Für schwere Modelle Hilfe organisieren.
- Garantie: Seriöse Hersteller geben 2–5 Jahre auf Rahmen und 1–2 Jahre auf Polster. Kurze oder keine Garantieangaben sind ein Warnzeichen.
Häufige Fragen zu Gartenliegen
Welche Gartenliege ist am besten für den Dauergebrauch auf einer unüberdachten Terrasse?
Für eine unüberdachte Terrasse, auf der die Liege den ganzen Sommer bleibt, empfiehlt sich ein Aluminium-Rahmen mit PE-Polyrattan-Geflecht oder ein Alu-Rahmen mit Sunbrella-Polster. Beide Kombinationen sind witterungsbeständig, rostfrei und brauchen keine besondere Pflege. Teakholz geht ebenfalls — kostet aber mehr in der Pflege. Günstiger Kunststoff oder Stahl ohne Schutzschicht sind für dauerhaften Aussengebrauch weniger geeignet.
Kann ich eine Gartenliege auf dem Balkon im dritten Stock nutzen?
Ja, aber das Gewicht spielt eine Rolle. Balkone sind in der Schweiz in der Regel auf 400–500 kg/m² ausgelegt — eine Liege mit Person (ca. 25–30 kg gesamt) ist kein Problem. Wichtiger: Windlastberechnung. Leichte Kunststoffliegen können bei starkem Wind umfallen. Schwere Teak- oder Alu-Liegen stehen stabiler. Auf dem Balkon: keine Teak-Liege unbehandelt lassen, da das ablaufende Öl Fassaden oder Bodenbeläge verfärben kann. Schutzmatte unter die Liege legen.
Wie viel Platz brauche ich für eine Gartenliege?
Planungsgrösse für eine Standardliege: ca. 200 × 75 cm Liegefläche, plus 40–60 cm Abstand rundum für bequemen Zugang. Für zwei Liegen nebeneinander: mindestens 400 cm Breite einplanen. Schaukelliegen brauchen zusätzlich ca. 50–80 cm Schwingweg in Längsrichtung. Hängematte mit Gestell: mindestens 360–420 cm Platz in der Länge. Bei wenig Platz: stackbare Strandliegen oder klappbare Campingliegen als Alternative.
Lohnt sich eine teurere Markenliege wirklich oder tun es günstige Modelle auch?
Das kommt auf die Nutzungsintensität an. Wer die Liege täglich, jeden Sommer benutzt, ist mit einem Markenmodell für CHF 300–500 günstiger als mit drei Billigliegen à CHF 120, die je nach drei Jahren ersetzt werden müssen. Wer die Liege nur an 15–20 Tagen im Jahr benutzt und sie im Winter versorgt, kommt mit einem guten Mitteklasse-Modell für CHF 180–280 viele Jahre aus. Der Unterschied liegt vor allem in Verarbeitungsqualität (Schrauben, Scharniere, Beschichtung), Polster-Qualität und Komfort — nicht einfach im Preis-Label.
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Angebote durchsuchenGartenliegen in der Schweiz — regionale Besonderheiten
Die Schweiz hat klimatisch diverse Zonen: die Genferseeregion ist milder, das Mittelland erhält mehr Niederschlag, Bergregionen haben intensive UV-Einstrahlung und Temperatur-Extreme. Das hat praktische Konsequenzen:
- Mittelland / Deutschschweiz: Viel Regen im Sommer, August-Gewitter, nasse Herbste. UV-stabile Materialien und schnell-trocknende Polster sind hier besonders wichtig. Schutzhülle ein Muss für alle, die draussen lagern.
- Tessin und Genfersee: Wärmer, mehr Sonne, aber auch intensivere Gewitterregen. Hier hält Gartenmobiliar länger, UV-Degradation bei günstigen Materialien ist aber ausgeprägter. Investition in bessere Qualität lohnt sich.
- Bergregionen (über 800 m): Intensive UV-Strahlung, starker Wind, häufige Temperaturwechsel. Für Ferienhäuser: robuste Aluminium-Rahmen bevorzugen, Polster wenn möglich nach innen nehmen. Schutzhüllen gut befestigen (Wind).
- Städtische Terrassen: Platzmangel ist oft das Hauptproblem. Klappbare oder stackbare Lösungen plus ein hochwertiger Relaxsessel sind sinnvoller als mehrere Liegen.
Nachhaltigkeit — worauf beim Kauf zu achten ist
Der Kauf einer langlebigen Gartenliege ist an sich schon ein Beitrag zur Nachhaltigkeit — weniger Wegwerfprodukte, weniger Ressourcenverbrauch. Zusätzliche Punkte:
- FSC-zertifiziertes Holz: Bei Teak, Eukalyptus und anderen Tropenhölzern immer auf FSC (Forest Stewardship Council) achten. Grössere Schweizer Händler führen fast ausschliesslich FSC-zertifiziertes Holz.
- Recyceltes Aluminium: Aluminium lässt sich hervorragend recyceln. Manche Hersteller (z. B. Cane-line, Fermob) betonen den Einsatz von Recycling-Aluminium.
- Reparierbarkeit: Ersatzteile (Polster, Scharniere, Gurte) erhältlich? Bei Billig-Importen oft nicht — was eine gut erhaltene Liege nach 5 Jahren zum Abfall macht. Vor dem Kauf prüfen, ob der Hersteller Ersatzteile anbietet.
- Gebraucht kaufen: Ricardo.ch und tutti.ch bieten gut erhaltene Modelle für die Hälfte des Neupreises. Ein gebrauchtes Teak-Modell für CHF 200 schlägt eine neue Kunststoff-Liege für CHF 80 in jeder Hinsicht.