Elektrogrill-Typen: Welcher passt zu mir?
Elektrogrills sind nicht gleich Elektrogrills. Sechs verschiedene Bauarten decken unterschiedliche Bedürfnisse ab — vom kleinen Balkon bis zur grossen Terrasse, von der Küche bis zum Camping.
1. Kontaktgrill (Sandwich-Grill / Tischgrill geschlossen)
Der Kontaktgrill hat Heizplatten oben und unten und gart das Fleisch von beiden Seiten gleichzeitig. Dadurch halbiert sich die Garzeit — ein 2 cm dickes Hähnchen-Brustfilet ist in 6–8 Minuten durch. Grillstreifen entstehen beidseitig. Der Einsatzort ist hauptsächlich die Küche; bei guter Fettauffangschale auch auf dem Balkon nutzbar. Reinigung ist einfach, wenn die Platten abnehmbar und spülmaschinenfest sind. Preis: CHF 40–160.
2. Tischgrill offen (offener Elektro-Tischgrill)
Der Klassiker für den Balkon: ein Heizelement unter einem Grillrost, ähnlich wie ein kleiner Holzkohlegrill, aber mit Stecker. Man wendet das Grillgut von Hand, der Grillgeruch entsteht, es fühlt sich nach Grillen an. Kleiner und leichter als ein Standgrill — ideal für 1–2 Personen. Wichtig: abnehmbare Fettauffangschale für hygienische Balkonnutzung. Preis: CHF 30–80.
3. Standgrill Elektro (mit Deckel)
Der Standgrill auf Beinen mit Deckel ist der Elektro-Ersatz für den Holzkohle-Kugelgrill. Mit Deckel ist indirektes Garen möglich — Hähnchen, Fisch, Rippchen. Gute Modelle (Weber Pulse 2000, Campingaz Attitude 2100 EX) erreichen 280–320 °C. Für Terrassen und grosse Balkons. Preis: CHF 150–450.
4. Balkon-Standgrill kompakt
Mittelding zwischen Tischgrill und Standgrill: niedriger als ein vollwertiger Standgrill, aber auf eigenen Beinen. Campingaz Easy Grill und ähnliche Modelle passen auf kleine Balkontische. Preis: CHF 80–160.
5. Infrarot-Elektrogrill
Infrarot-Grills strahlen Wärme direkt auf das Grillgut — ohne heisse Luft, ohne Gebläse. Das Resultat: weniger Rauch, weil kein Fett auf Heizelemente tropft, und gleichmässigere Hitzeverteilung. Besonders für Balkons mit empfindlichen Nachbarn. Erreicht Grilltemperaturen in 2–4 Minuten. Preis: CHF 80–220.
6. Raclette- / Kombinationsgerät
Viele Schweizer Haushalte kennen das Raclette-Gerät mit Grillplatte obendrauf. Diese Kombi-Geräte (Stöckli, Koenig, Tefal) grillen Fleisch auf der Oberseite, während unten Raclette-Pfännchen schmelzen. Ideal für gesellige Abende mit 4–8 Personen. Nicht für echtes Hochtemperatur-Grillen gedacht — eher geselliges Tafelgrillen. Preis: CHF 60–180.
Elektrogrill-Vergleich: Typen, Preise und Einsatz
Alle sechs Typen auf einen Blick — Preis, Leistung, Fläche, Temperatur und Empfehlung für den Schweizer Alltag:
| Typ | Preis CHF | Leistung W | Grillfläche cm² | Temp. °C | Rauch | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kontaktgrill | CHF 40–160 | 1'500–2'000 | 700–1'400 | 200–240 | Wenig | Küche, 1–3 Personen, schnell |
| Tischgrill offen | CHF 30–80 | 1'000–1'800 | 800–1'600 | 180–260 | Mittel | Balkon, 1–2 Personen, einfach |
| Standgrill m. Deckel | CHF 150–450 | 2'000–2'400 | 2'000–4'000 | 250–320 | Mittel | Terrasse, 3–6 Personen, klassisch |
| Balkon-Standgrill | CHF 80–160 | 1'500–2'000 | 1'200–2'000 | 220–280 | Mittel | Balkon, 2–4 Personen |
| Infrarot-Grill | CHF 80–220 | 1'300–1'800 | 900–1'800 | 230–300 | Wenig | Balkon, raucharm, 1–3 Personen |
| Raclette-Kombination | CHF 60–180 | 1'400–2'000 | 800–1'400 | 160–220 | Wenig | Tischgrillen, Geselligkeit, innen |
Die vier wichtigsten Kaufkriterien
⚡ Watt für echte Grillhitze
Offener Elektrogrill: mindestens 2'000 W für Temperaturen über 230 °C. Kontaktgrill: 1'500 W reicht, weil beidseitig geheizt wird. Geräte unter 1'000 W grillen nicht — sie braten.
🍳 Antihaft vs. Edelstahl
Antihaft-Platten: leichtere Reinigung, empfindlicher gegenüber Kratzern, Lebensdauer 3–5 Jahre. Edelstahl-Roste: robuster, intensivere Grillstreifen, Reinigung aufwendiger. Gusseisen: beste Hitze-Speicherung, aber schwer und pflegeintensiv.
🧼 Fettauffangschale
Unverzichtbar für den Balkon: Fett muss aufgefangen werden, damit kein Brand entsteht und der Balkon sauber bleibt. Schale sollte herausnehmbar und spülmaschinenfest sein. Vor dem Kauf überprüfen.
🔥 Balkon-Brandschutz CH
VKF-Brandschutz Schweiz: keine brennbaren Materialien in der Nähe des Grills, Sicherheitsabstand zu Wand und Fassade. Fettauffangschale leeren. Grillgut nie unbeaufsichtigt lassen. Elektrogrill nach Gebrauch vom Stromnetz trennen.
Schweizer Balkon und Mietrecht: Was erlaubt ist
In der Schweiz existiert kein nationales Verbot von Balkongrills. Die entscheidende Rechtsnorm ist OR Art. 257f (Sorgfalt und Rücksicht bei Mietverhältnissen): Mieter müssen die Mietsache sorgfältig gebrauchen und auf Hausbewohner und Nachbarn Rücksicht nehmen. Ein Elektrogrill mit Fettauffangschale, der keinen starken Rauch entwickelt, gilt in der Praxis als zumutbarer, haushaltsüblicher Gebrauch.
Der zentrale Vorteil des Elektrogrills aus mietrechtlicher Sicht: Er erzeugt kein offenes Feuer. Viele Hausordnungen verbieten «offenes Feuer auf dem Balkon» — dieser Passus erfasst Holzkohle- und Gasgrills, nicht aber Elektrogrills. Auch die kantonalen und kommunalen Feuerpolizeivorschriften sowie die Brandschutzrichtlinien der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen) beziehen sich auf offenes Feuer, Holzkohle und Flüssiggas — nicht auf Elektrogeräte.
Was trotzdem einschränkend wirken kann:
- Hausordnung mit Grillverbot: Einzelne Liegenschaften schliessen jegliches Grillen aus, unabhängig vom Grilltyp.
- Stockwerkeigentum (STWEG): Eigentümergemeinschaften können in ihrem Reglement eigene Nutzungsregeln festlegen.
- Starker Fettbrand: Wenn Fett auf heisse Teile tropft und Rauch oder Funken entstehen, ist OR Art. 257f verletzt — deshalb Fettauffangschale unverzichtbar.
- Kantonale Besonderheiten: Einzelne Gemeinden haben eigene Feuerordnungen. Im Zweifel bei der Gemeindeverwaltung nachfragen.
Fazit Mietrecht: Für Mietende in Schweizer Mehrfamilienhäusern ist der Elektrogrill in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, auf dem Balkon zu grillieren. Holzkohle und Gas scheitern oft an Hausordnung oder Brandschutz, der Elektrogrill fast nie.
Temperatur und Maillard-Reaktion: Warum Hitze entscheidet
Der wichtigste Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Elektrogrill ist die erreichbare Temperatur. Denn ohne ausreichend Hitze entsteht kein Grillgeschmack — das Fleisch gart zwar durch, aber es fehlen die Röstaromen und die charakteristischen Grillstreifen.
Der Grund ist die Maillard-Reaktion: eine chemische Reaktion zwischen Aminosäuren und Zuckern in der Fleischoberfläche, die ab etwa 140–150 °C beginnt und bei 180–220 °C ihr Optimum erreicht. Sie ist verantwortlich für Röstaromen, die braune Kruste und den typischen Grillgeruch. Unterhalb dieser Temperaturen gärt oder kocht Fleisch — es bräunt kaum und entwickelt keine Grillnoten.
| Grillflächentemp. | Was passiert | Elektrogrill-Leistung |
|---|---|---|
| Unter 140 °C | Garen, kein Bräunen, kein Grillgeschmack | Unter 1'000 W |
| 140–180 °C | Erste Maillard-Reaktion, leichte Bräunung | 1'000–1'400 W |
| 180–230 °C | Gute Bräunung, Grillstreifen, Röstaromen | 1'500–2'000 W |
| 230–280 °C | Starke Röstaromen, knusprige Kruste, Steaks | Ab 2'000 W |
| Über 280 °C | Intensivste Röstaromen, Sear-Effekt | 2'400 W oder Infrarot |
Infrarot-Temperatur-Test: Wer es genau wissen will, misst die Grillrosttemperatur mit einem günstigen Infrarot-Thermometer (CHF 15–30 bei Galaxus). Einfach nach 10 Minuten Vorheizzeit auf den Rost halten. Ein guter 2'000-W-Grill sollte 240–280 °C anzeigen. Alles unter 180 °C ist unzureichend für echtes Grillen.
Weber Elektrogrills: Pulse 1000, Pulse 2000, Q 1400
Weber ist die bekannteste Grillmarke der Schweiz und bietet drei Elektrogrills im Sortiment an. Alle sind über Galaxus.ch, Coop Bau+Hobby, Do it+Garden und Weber-Fachhändler erhältlich.
Weber-Stärken: Gusseiserne Grillroste speichern Wärme besser als Stahl und erzeugen intensivere Grillstreifen. Die Verarbeitungsqualität ist über Jahre erprobt. Ersatzteile und Zubehör (Grillroste, Fettwanne, Abdeckhauben) sind in der Schweiz langfristig verfügbar — wichtig für ein Gerät, das 10–15 Jahre genutzt werden soll.
Weber-Schwäche: Der Preis ist hoch. Für CHF 350–520 bekommt man einen sehr guten Gasgrill mit mehr Temperaturpotenzial. Der Weber Elektrogrill macht Sinn für Balkon-Anwendungen, wo kein Gas erlaubt ist, und für Käufer, die Wert auf Langlebigkeit und Ersatzteil-Verfügbarkeit legen.
Tefal Elektrogrills: OptiGrill+ XL, GC752D, Plancha
Tefal ist die meistverkaufte Kontaktgrill-Marke in der Schweiz. Das Sortiment reicht vom einfachen Tischgrill bis zum vollautomatischen OptiGrill.
Tefal OptiGrill+ XL (GC722D)
Der OptiGrill+ XL misst die Dicke des Grillguts automatisch und wählt das passende Grillprogramm (Burger, Hühnchen, Sandwich, Würste, Fisch). Eine Ampel-Anzeige (blau = kalt, gelb = medium rare, orange = medium, rot = well done) zeigt den Garpunkt an. Praktisch für Einsteiger, die kein Grillthermometer verwenden wollen. Grillfläche: ca. 1'600 cm² (XL). Preis: CHF 130–160.
Tefal GC752D Kontaktgrill
Kompakteres Modell mit 1'800 W, abnehmbaren und spülmaschinenfesten Grillplatten. Grillstreifen oben und unten, Fettauffangschale. Für 2–3 Personen ausreichend, einfach zu reinigen. Preis: CHF 80–110.
Tefal Plancha
Glatte Grillplatte statt geriffelter Rost — ideal für Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse und Crêpes. Das Grillgut klebt nicht an, der Saft bleibt erhalten. Nicht für Grillstreifen geeignet, aber für schonendes Garen auf gleichmässiger Fläche. Preis: CHF 60–120.
Severin, Tristar und Cloer: Budget bis CHF 80
Für CHF 35–80 gibt es solide Elektrogrills für den Alltag. Diese Marken bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für gelegentliche Balkonnutzer und Erstkäufer.
Severin
Die deutsche Marke Severin ist in der Schweiz bei Interdiscount, Digitec und Galaxus erhältlich. Tischgrills ab CHF 35, Standgrills mit Deckel ab CHF 90. Typische Leistung: 1'500–2'000 W. Abnehmbare, spülmaschinenfeste Platten bei den meisten Modellen. Zuverlässig, ohne viel Schnörkel. Die Verarbeitungsqualität ist nicht auf Weber-Niveau, aber für 3–5 Jahre Nutzung tauglich. Besonders empfehlenswert: Severin PG 8541 (Kontaktgrill, 2'000 W, beide Platten spülmaschinenfest, ca. CHF 65).
Tristar
Holländische Marke mit einfachen, preisgünstigen Grillgeräten. Tischgrills und Kontaktgrills CHF 30–60. Gut für den Einstieg, aber Lebensdauer und Verarbeitungsqualität unterhalb von Severin. Für gelegentliche Nutzung (wenige Male pro Saison) ausreichend. Bei Digitec und Migros erhältlich.
Cloer
Deutsche Qualitätsmarke, in der Schweiz weniger verbreitet als Severin, aber mit soliden Kontaktgrills und Raclette-Kombigeräten. Preise CHF 50–120. Bekannt für gute Antihaftbeschichtung. Erhältlich über Galaxus und Brack.ch.
Campingaz Attitude und Easy Grill: Balkon-Standgrills
Campingaz ist als Gas-Grillmarke bekannt, bietet aber auch kompakte Elektro-Standgrills an — speziell für Balkons und kleinere Terrassen. Der Vorteil: Campingaz-Elektriker stehen auf eigenen Beinen und sind stabiler als pure Tischgrills.
Campingaz Attitude 2100 EX
Kompakter Elektro-Standgrill mit 2'000 W, emaillierter Grillplatte und Deckel. Fettauffangschale herausnehmbar. Grillfläche ca. 1'700 cm². Für 2–4 Personen auf dem Balkon geeignet. Preis: ca. CHF 130–160. Erhältlich bei Do it+Garden, Coop Bau+Hobby und Galaxus.
Campingaz Easy Grill Electro
Kleineres Modell, leichter und günstiger (ca. CHF 80–100). Grillfläche ca. 1'300 cm², 1'600 W. Für 1–2 Personen. Kein Deckel, aber einfach zu reinigen und zu verstauen.
Campingaz-Vorteil: Breite Verfügbarkeit im Schweizer Fachhandel (Do it+Garden, Jumbo, Coop Bau+Hobby) und gute Ersatzteil-Situation. Wer schon ein Campingaz-Gas-Zubehör hat, findet viele kompatible Anbauteile.
Grillrost-Materialien: Emailliert, Edelstahl, Gusseisen
Das Rostmaterial beeinflusst Grillstreifen, Reinigung und Lebensdauer des Geräts erheblich. Drei Materialien dominieren den Markt:
Emaillierter Stahl
Der günstigste Standard: Stahl mit einer Glas-Emaille-Beschichtung. Antihafteigenschaften gut, solange die Emaille unbeschädigt ist. Leicht zu reinigen. Empfindlich gegenüber Stössen und scharfen Werkzeugen — abgesplitterte Stellen rosten schnell. Lebensdauer: 3–6 Jahre bei sorgfältiger Nutzung. Typisch bei Budget-Geräten (Severin, Campingaz Easy Grill).
Edelstahl (rostfreier Stahl)
Robuster als Emaille, keine Beschichtung, die abplatzen kann. Lebensdauer 10+ Jahre. Reinigung schwieriger — Fett backt ein und muss mechanisch entfernt werden. Grillstreifen entstehen intensiver, weil der Stahl höhere Temperaturen überträgt. Bei Weber Q-Modellen und Ninja verwendet.
Gusseisen
Die beste Wärmespeicherung aller Rostmaterialien: Gusseisen speichert Hitze und gibt sie gleichmässig ab. Damit entstehen die intensivsten Grillstreifen und die beste Kruste. Schwer (4–8 kg allein der Rost), erfordert Pflege (nach dem Reinigen einölen — «einbrennen» — um Rost zu verhindern). Nicht spülmaschinenfest. Lebensdauer: Jahrzehnte. Weber Pulse und Q-Serie haben gusseiserne Roste.
| Material | Grillstreifen | Reinigung | Spülmaschine | Lebensdauer | Preis-Niveau |
|---|---|---|---|---|---|
| Emailliert | Gut | Einfach | Nein (meistens) | 3–6 Jahre | Günstig |
| Edelstahl | Sehr gut | Mittel | Ja (oft) | 10+ Jahre | Mittel–Hoch |
| Gusseisen | Hervorragend | Aufwendig | Nein | Jahrzehnte | Hoch |
Gusseisen einbrennen — so geht's
Neuen oder nassen Gusseisenrost leicht mit Pflanzenöl einreiben, dann bei 200–220 °C im Ofen oder auf dem vorgeheizten Grill 30 Minuten erhitzen. Dieser Schritt bildet eine natürliche Antihaft-Schicht (Polymerisation des Öls) und schützt vor Rost. Nach jeder Reinigung wiederholen.
Reinigung: So bleibt der Elektrogrill sauber
Die Reinigung entscheidet im Alltag darüber, wie oft man den Grill tatsächlich benutzt. Wer nach dem Grillen 30 Minuten putzen muss, greift bald nur noch zur Bratpfanne.
Unmittelbar nach dem Grillen
Grill ausschalten, aber noch warm (nicht heiss): Grillrost mit einer Grillbürste (Nylon oder Messing — kein Draht bei Antihaft) von groben Rückständen befreien. Heisses Wasser auf die Platten geben — Dampf löst eingebrannte Reste. Dann mit feuchtem Tuch abwischen.
Abnehmbare Platten
Kontaktgrills und viele offene Tischgrills haben herausnehmbare Platten. Herausnahme nach dem Abkühlen, unter warmem Wasser mit Spülmittel und weicher Bürste reinigen. Falls laut Hersteller spülmaschinenfest: unteres Fach, ohne andere Metall-Bestecke direkt daneben.
Nicht abnehmbare Platten
Gerät kalt und vom Netz getrennt, feuchtes Tuch oder Küchenpapier — niemals Wasser direkt auf Heizelemente. Hartnäckige Stellen mit etwas Backpulver und feuchtem Tuch abtupfen. Kein Schrubben, kein Metallschwamm.
Fettauffangschale
Nach jeder Nutzung leeren und auswaschen. Fett wird ranzig und zieht Gerüche an. Schale mit Spülmittel und warmem Wasser spülen. Wer möchte, legt Alufolie in die Schale — vereinfacht die Reinigung erheblich.
Gehäuse aussen
Mit feuchtem Tuch und mildem Haushaltsreiniger abwischen. Kein Scheuerpulver. Edelstahl-Flächen mit einem Edelstahl-Pflegetuch in Maserungsrichtung wischen, um Schlieren zu vermeiden.
Stromverbrauch und Kosten in der Schweiz
Der Elektrogrill gilt zu Unrecht als «Stromfresser». Vergleicht man die Kosten pro Grillsession mit Holzkohle oder Gaskartusche, ist der Elektrogrill deutlich günstiger.
Der Schweizer Durchschnittsstrompreis lag 2025 bei ca. CHF 0.27–0.31/kWh (Quelle: ElCom). Für die Berechnung wird ein repräsentativer Preis von 0.29 CHF/kWh verwendet.
| Szenario | Berechnung | Kosten CHF |
|---|---|---|
| 2'000 W, 1 Stunde Grillen | 2 kWh × CHF 0.29 | ca. CHF 0.58 |
| 2'000 W, 2 Stunden Grillabend | 4 kWh × CHF 0.29 | ca. CHF 1.16 |
| Mit Thermostat (eff. ~1'200 W), 2 Std. | 2.4 kWh × CHF 0.29 | ca. CHF 0.70 |
| Kontaktgrill 1'500 W, 30 Min. | 0.75 kWh × CHF 0.29 | ca. CHF 0.22 |
| Gaskartusche 450 g (1–2 Sessions) | Kartusche ca. CHF 4–7 | CHF 2–7 |
| Holzkohle 1 kg + Anzünder | CHF 3 + CHF 2 | CHF 4–8 pro Session |
Der Elektrogrill ist pro Grillsession 4–10× günstiger als Holzkohle und 3–6× günstiger als Gaskartusche. Bei einem Gerät mit Thermostat (schaltet automatisch auf Teillast), fällt der Verbrauch noch tiefer. 20 Grillabende pro Saison kosten beim Elektrogrill ca. CHF 12–20 Strom — ein Bruchteil der Holzkohle-Kosten für dieselbe Periode.
Der Elektrogrill verbessert zudem die Jahresbilanz: Er hat keine Bereitschaftsverluste, kein Restgas in Kartuschen und keinen Kohle-Abfall. Wer 10 Jahre lang einmal pro Woche grillt, spart gegenüber Holzkohle mehrere hundert Franken.
Wo kaufen in der Schweiz — die besten Anbieter
Elektrogrills sind in der Schweiz bei einer grossen Anzahl Detailhändler erhältlich. Die Auswahl und der Preiskorridor variieren je nach Kanal erheblich.
Online-Händler
- Galaxus.ch — grösste Auswahl in der Schweiz, Preisverläufe einsehbar, detaillierte Kundenrezensionen, schnelle Lieferung. Beste Anlaufstelle für den Modellvergleich. Mehrwertsteuer und Zoll bereits im Preis enthalten.
- Brack.ch — breites Sortiment, Schweizer Händler, schnelle Lieferung, guter Kundenservice bei Rücksendungen.
- Interdiscount / Microspot — regelmässige Aktionen und Rabattwochen; lohnt sich für kurzfristige Deals im Frühling und Sommer.
- Conrad.ch — gut für technische Details und spezialisierte Geräte; etwas kleinere Auswahl als Galaxus.
Stationärer Handel
- Do it+Garden (Migros) und Coop Bau+Hobby — Weber-Fachhändler mit persönlicher Beratung, Vorführgeräten, Zubehör und Ersatzteilen. Besonders wertvoll für Weber-Käufer.
- Jumbo — breites Grill-Sortiment saisonal (April–August), auch grosse Standgrills, Beratung vor Ort.
- MediaMarkt — Kontaktgrills und Budget-Geräte, regelmässige Wochenangebote.
- Migros / M-Electronics — Severin und Tefal im Einstiegssegment, günstige Saisonpreise.
- Manor — gehobenes Sortiment, Weber und Tefal; Beratung in grossen Filialen.
Gebrauchtmarkt
- Ricardo.ch — viele gut erhaltene Elektrogrills, Weber-Geräte in gutem Zustand zu 40–60 % des Neupreises. Gerät vor Ort testen, Antihaft-Beschichtung und Stecker (Typ J) prüfen.
- tutti.ch — regionale Angebote, Abholung vor Ort. Für Grossgeräte (Standgrill) sinnvoll — spart Versandprobleme.
Häufige Fehler beim Kauf — und wie man sie vermeidet
Diese Punkte führen nach dem Kauf zu Enttäuschungen. Kurze Checkliste vor dem Bezahlen:
- Zu wenig Watt gewählt: Alles unter 1'500 W bei offenen Grills grillt nicht wirklich — es brät und gart. Für Röstaromen und Grillstreifen: mindestens 2'000 W.
- Keine herausnehmbare Fettauffangschale: Ohne Schale ist der Balkon-Einsatz unhygienisch und in vielen Hausordnungen verboten. Nicht jedes Billiggerät hat eine.
- Platten fest eingebaut: Grills ohne abnehmbare Platten sind nach wenigen Sessions kaum noch sauber zu halten — die Nutzungsfrequenz sinkt auf null.
- Grillfläche zu klein: Für 4 Personen ein Gerät für 2 Personen kaufen erzwingt mehrere Gargänge und bedeutet kaltes Fleisch für die erste Runde.
- Schlechte Antihaftbeschichtung: Sehr günstige Keramik- oder Teflon-Beschichtungen platzen nach 10–20 Nutzungen ab. Auf PFOA-freie Qualitätsbeschichtung achten; bei unbekannten Marken Kundenbewertungen lesen.
- Falscher Stecker: In der Schweiz ist der Steckertyp J (T23, dreipolig) Pflicht. Importgeräte aus Deutschland (Typ F / Schuko) brauchen einen Adapter — ein dauerhafter Adapter ist ein Sicherheitsrisiko und bei vielen Elektrogeräten nicht für Dauerbetrieb zugelassen.
- Kein Deckel: Wer dickere Stücke (Hähnchenbrust, Lachsfilet, Rippchen) garen will, braucht Deckel oder Haube für indirektes Garen. Ohne Deckel bleibt das Innere roh, während die Oberfläche verbrennt.
- Gerät ohne CH-Garantie gekauft: Geräte aus dem EU-Parallelimport (oft günstiger) haben manchmal keine Schweizer Garantie. Dann bleibt bei einem Defekt die Rücksendung ins Ausland — teuer und umständlich.
Gebraucht kaufen auf Ricardo.ch — worauf achten
Auf Ricardo.ch und tutti.ch gibt es regelmässig gut erhaltene Elektrogrills zu 40–60 % des Neupreises. Für Weber und Tefal lohnt es sich besonders, da Ersatzteile langfristig erhältlich sind.
Folgende Punkte immer vor dem Kauf prüfen:
- Heizelement oder Infrarot-Strahler — sichtbare Verfärbungen, Risse oder geschwärzte Stellen sind Ausschlussgründe.
- Antihaftbeschichtung — Kratzer und abblätternde Beschichtung sofort ausschliessen; Beschichtungsreste im Essen sind ein Gesundheitsrisiko.
- Fettauffangschale — vorhanden und unbeschädigt; Ersatz oft nicht separat erhältlich.
- Kabel und Stecker — Schweizer Typ J (T23) sicherstellen; keine dauerhaften Adapter.
- Gerät einschalten — alle Heizstufen kurz testen, auf gleichmässige Hitzeentwicklung achten, auf Brandgeruch hören.
- Garantie und Rechnung — bei Weber-Geräten kann die Garantie (normalerweise 2 Jahre, teilweise 5 Jahre auf bestimmte Teile) übertragbar sein — Originalrechnung mitfordern.
Häufige Fragen zum Elektrogrill in der Schweiz
Die wichtigsten Fragen von Schweizer Käufern — sachlich beantwortet.
Darf ich auf dem Mietbalkon in der Schweiz mit einem Elektrogrill grillieren?
Elektrogrills erzeugen kein offenes Feuer und fallen deshalb nicht unter kantonale Feuerverbote. Die relevante Norm ist OR Art. 257f (Sorgfalts- und Rücksichtspflicht im Mietverhältnis). Ein Elektrogrill mit Fettauffangschale auf dem Balkon gilt als zumutbarer, vertragsgemässer Gebrauch der Mietsache — sofern Mietvertrag und Hausordnung nichts anderes festhalten. Steht im Mietvertrag nur «kein offenes Feuer auf dem Balkon», ist der Elektrogrill erlaubt. Einzelne Hausordnungen schliessen jegliches Grillen aus — kurz nachschauen lohnt sich.
Wie viel Watt brauche ich für einen guten Elektrogrill?
Für echtes Grillen mit Röstaromen ab 200 °C Grillflächentemperatur braucht ein offener Elektrogrill mindestens 1'500 W, empfohlen sind 2'000 W. Kontaktgrills mit beidseitiger Heizfläche erreichen mit 1'500 W ähnliche Grillresultate wie offene Grills mit 2'000 W, weil das Grillgut von oben und unten erhitzt wird. Geräte unter 1'000 W eignen sich nur zum Aufwärmen und leichten Anbraten — sie grillen nicht im eigentlichen Sinn.
Weber Pulse oder Tefal OptiGrill — was ist besser für den Balkon?
Das kommt auf die Anwendung an. Der Weber Pulse (1000 oder 2000) ist ein offener Standgrill mit Deckel und gusseisernem Rost — er eignet sich für Terrassen und grosse Balkons, erreicht 280–300 °C und liefert das klassische Grillerlebnis mit Zange und Deckel, für 3–6 Personen. Der Tefal OptiGrill ist ein kompakter Kontaktgrill, automatisch, ohne Wenden — ideal für kleine Balkons und Kücheneinsatz, für 1–3 Personen. Weber für echtes Grillen; Tefal für schnelles, unkompliziertes Garen.
Wie reinige ich einen Elektrogrill richtig?
Herausnehmbare Platten nach dem Abkühlen mit feuchtem Tuch abwischen; falls spülmaschinenfest laut Hersteller, ins untere Geschirrspüler-Fach. Nicht herausnehmbare Platten nur mit feuchtem Tuch reinigen — niemals Wasser direkt auf Heizelemente, Gerät niemals in Wasser tauchen. Antihaftbeschichtung schützen: keine Metallschwämme oder Stahlwolle, nur Silikon- oder Nylonbürsten. Fettauffangschale nach jeder Nutzung leeren und mit Spülmittel reinigen. Direkt nach dem Grillen reinigen verhindert eingebrannte Rückstände.
Elektrogrills für Schweizer Balkons vergleichen
Grosse Auswahl bei Galaxus.ch — Tischgrills, Kontaktgrills, Infrarot-Grills und Standgrills, alle mit Kundenrezensionen und Preisvergleich.